Abgeleitete Digitale Identitäten – Mobile eID as a Service

Von Ralf Keuper

Der Wunsch, sich im Internet weitgehend anonym bewegen zu können, ohne gleich seine “echte” Identitäten preisgeben zu müssen, wartet noch immer auf seine Erfüllung. Eine Lösung sind sog. Abgeleitete Identitäten, wie sie u.a. im Projekt SkIDentity realisiert wurden. Dabei handelt es sich um einen Dienst,

durch den Bürgerinnen und Bürger aus ihrem elektronischen Ausweis kryptographisch geschützte „Cloud Identitäten“ ableiten und bei Bedarf auf ein Mobiltelefon übertragen können, um bei Online-Diensten eine pseudonyme Authentisierung oder einen mobilen elektronischen Identitätsnachweis („Mobile eID“) durchzuführen (in: SkIDentity – Mobile eID as a Service)

In einem Kurzinterview erläutert Dr. Detlef Hühnlein das Prinzip von SkIDentity:

Seit längerem wird daran gearbeitet, eine Mobile eID (MeID) den Nutzern für die Authentifizierung zur Verfügung zu stellen. Beispielhaft dafür ist das Paper Implementing mobile electronic identity von Hewlett Packard.

Vorstellbar ist für mich, dass abgeleitete IDs auch für technische Objekte verwendet werden können. Auch hier muss es möglich sein, dass Objekte sich pseudo-anonym bewegen können, ohne gleich Details über ihre technischen Merkmale preisgeben zu müssen.

Interessant im weiteren Zusammenhang ist die Frage, inwieweit Verschlüsselungstechnologien ergänzend eingesetzt werden können, die verhindern, dass personenbezogene Daten, die für den Vorgang nicht nötig sind, an Dritte übermittelt werden, wie in einem Forschungsprojekt der Universität Lausanne und der EPFL, worüber in EPFL versteckt Trackingdaten von UBER-Nutzern vor UBER berichtet wird.

Auch hier bietet sich m.E. ein Einsatz in der Industrie an. Technische Objekte müssen nur die für den jeweiligen Vorgang/Produktionsschritt relevanten Informationen weiter geben.

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