Italien liebäugelt mit dezentralen Digitalen Identitäten auf Blockchain-Basis

Von Ralf Keuper

Italien setzt, ähnlich wie Katalonien und Schottland, auf dezentrale Digitale Identitäten auf Blockchain-Basis, wie u.a. aus Blockchain Tech to Help Manage Digital Identity in Italy hervorgeht. Schon heute verfügt das Land mit dem SPID-System über eine der fortschrittlichsten Lösungen für die digitale Identifizierung in Europa. Bereits im Dezember vergangenen Jahres berief die italienische Regierung 30 Experten, um eine nationale Blockchain-Strategie auszuarbeiten (Vgl. dazu: Italy Announces 30 Experts to Lead National Blockchain Strategy). Im Februar verabschiedete das italienische Parlament ein Gesetz, das u.a. den Gebrauch von Smart Contracts regelt (Vgl. dazu: Italien: Parlament billigt Gesetzesentwurf zur Definition von DLT und Blockchain). Im Bereich Identifizierung nähert sich die italienische Regierung in kleinen Schritten der Blockchain an. So jedenfalls der Befund von Aura Christina Torres in Service Design and Blockchain For Digital ID (online abrufbar). Die AGIG (Agenzia per L’Italia Digitale) war federführend bei dem Whitepaper Recommendations for Successful Adoption in Europe of Emerging Technical Standards on Distributed Ledger/Blockchain Technologies.

PwC Italy, Teil des Expertenrates der italienischen Regierung bei der Formulierung der nationalen Blockchain-Strategie, befürwortet jedenfalls den Einsatz selbstverwalteter digitaler Identitäten.

Insofern deutet einiges darauf hin, dass Italien den dezentralen Digitalen Identitäten den Vorzug vor anderen Varianten geben könnte.

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