Daimler und Dürr bringen eigene Maschinenidentitäten

Von Ralf Keuper

Die Bedeutung der Maschinenidentitäten für die sichere vernetzte Produktion wird immer offensichtlicher, wie zwei aktuelle Beispiele zeigen. Da wäre zum einen das Pilotprojekt zwischen Daimler und der Commerzbank, bei dem es darum geht, LKWs. dazu zu befähigen, autonom zu bezahlen (Vgl. dazu: Daimler: Pilotprojekte Truck ID und Truck Wallet) und zum anderen der Identitätsservice mySaveID von targens und Dürr (Vgl. dazu: DLT-Pilotprojekt: Identitäts­service mySaveID ermöglicht digitalen Abschluss eines Konsortialkredits).

Grundlagen der TruckID des erstgenannten Projekts von Daimler und der Commerzbank sind das Truck Data Center sowie ein kryptographischer Prozessor des neuen Mercedes Actros. Auf diese Weise wird der LKW mit einem Ausweis ausgestattet, der eindeutige Signaturen sowie die zweifelsfreie Identifizierung anderen Maschinen und Komponenten gegenüber übernimmt.

Ähnlich verhält es sich mit dem Identitätsservice mySaveID. Damit ist es möglich, digitale Identitäten zu erstellen und zu verwalten sowie Identitätsdaten an Geschäftspartner freizugeben. Hinzu kommen noch die Erteilung von Unterschriftsbefugnissen und die rechtsgültige elektronische Signatur. MysaveID ist auch für Maschinenidentitäten im IoT-Umfeld konzipiert. Damit dürfte gemeint sein, dass Maschinen sich untereinander ausweisen müssen, um bestimmte Aktionen durchführen zu können.

Es ist davon auszugehen, dass wir demnächst von weiteren Pilotprojekten hören und lesen werden. Ein wichtiger Akteur könnte m.E. die International Data Space Association sein. Auch Maschinenidentitäten kommen ohne Standards nicht aus. Wenn jedes Unternehmen nun seine eigene Maschinen-ID kreiert, ist es nur eine Frage der Zeit, bis Google, Amazon & Co. auch hier einen Quasi-Standard schaffen.

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