Mit der “Bauern-Cloud” zur Datenhoheit im Smart Farming

Von Ralf Keuper

Von der Landwirtschaft können die anderen Branchen in Sachen Digitalisierung und Datensouveränität einiges lernen (Vgl. dazu: Neutrale Datendrehscheiben für die Landwirtschaft). Mit der “Bauern-Cloud” wollen die Landwirte sich dem Zugriff der IT-Konzerne mit ihren Plattformen und Digitalen Farming-Konzepten entziehen (Vgl. dazu: Wenn die “Bauern-Cloud” den Trecker steuert).

Die Digital-Farming-Konzepte der Konzerne würden zu Monokulturen führen, damit Lebensmittelkonzerne billig einkaufen können. So lautet einer der Vorwürfe. “Ich will aber so mit der Natur zusammenarbeiten, dass noch viele Generationen unseren Hof bewirtschaften können”, erklärt Landwirt Lünemann.

Mit einer genossenschaftlich betriebenen Bauern-Cloud/Datendrehscheibe soll die Datensouveränität gesichert werden.

“Die Datendrehscheibe ist neutral und vermittelt nur Daten, auf der Datendrehscheibe findet ja keine Datennutzung statt”, erläutert Professor Hertlitzius. Der Landwirt sucht sich seine Dienstleister selbst aus. Der Dienstleister, der seine Roboter aufs Feld geschickt hat, um Daten über den Pflanzenzustand, Bodenfeuchte und -qualität aufzunehmen, schickt dann diese Daten über die Datendrehscheibe an den vom Landwirt beauftragten Dienstleister, der den Erntezeitpunkt errechnet.

Ebenfalls in Richtung offene digitale Ökosysteme für die Landwirtschaft zielt das Projekt Cognitive Agriculture (COGNAC).

Weitere Informationen:

Das Digitale Ökosystem für die Landwirtschaft von morgen

Ralf Kalmar, Fraunhofer-Institut: „Insellösungen verhindern die weitere Digitalisierung der Landwirtschaft“

Datenhoheit trifft Smart Farming

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