Warum Deutschland ein Industriestandort bleiben muss

Von Ralf Keuper

In den Zeiten unmittelbar vor dem Platzen der Dotcom-Blase übertrafen sich die sog. Experten und Berater in ihrem Abgesang auf die Old Economy, womit in erster Linie die Industrie gemeint war. Die letzten Jahren haben gezeigt, dass es für eine Volkswirtschaft von großem Vorteil ist, wenn sie über einen starken industriellen Kern verfügt und nicht, wie Großbritannien und in weiten Teilen auch die USA, den Weg der De-Industrialisierung eingeschlagen hat. Die Rückführung der Industrie ist, wenn sie erst einmal das Land verlassen hat, kaum noch möglich.

Wenn wir davon ausgehen, dass in Zukunft die technischen Objekten und damit die Kommunikation der Objekte untereinander, wie bei der M2M-Kommunikation, in hohem Maß zur Wertschöpfung beitragen, dann muss es im Interesse eines Industrielandes wie Deutschland sein, diese Objekte selbst herzustellen, zumindest jedoch an den entscheidenen Stellen eingebunden zu sein. Auf jeden Fall muss der Verlust der Datenhoheit vermieden werden.

Vor diesem Hintergrund ergibt die gemeinsame Deklaration von Japan und Deutschland auf der letzten Hannover Messe Sinn. Darin vereinbarten beide Länder eine enge Kooperation in den Feldern Autonomes Fahren, Künstliche Intelligenz und Datenanalytik.

In seinem Kommentar Ätsch, Amerika in der FAZ vom 21.03.17 schreibt Carsten Knop:

Wer baut die besten Autos? Deutschland und Japan. Wer hat die intelligentesten Roboter und die dazugehörigen Forscher? Japan und Deutschland. Und wer sagt, das…

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1 Antwort zu Warum Deutschland ein Industriestandort bleiben muss

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