Forschungsinitiative Lissi

  • Forschungsinitiative “Lissi” zur selbstbestimmten Identitätsverwaltung schließt erste Entwicklungsphase ab
  • Initiative soll offenes Ökosystem für Identitäten auf Blockchain-Basis schaffen
  • Identitäts-Wallet ermöglicht weitreichende Kontrolle über Identitätsdaten
  • Staatliche Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) 

Frankfurt a. M., den 31. März 2020. Im Rahmen der Forschungsinitiative “Lissi” hat sich eine Reihe von Unternehmen zusammengetan, um an der selbstbestimmten Identitätsverwaltung zu forschen. Lissi ist ein Akronym und steht für „Let’s initiate self-sovereign identity”.

Gemeinsam wurde eine Identitäts-Wallet entwickelt, die es sowohl iOS- als auch Android-Nutzern ermöglicht, persönliche Daten selbst zu verwalten. Nutzer behalten die weitreichende Kontrolle über ihre eigenen Identitätsdaten und verlieren diese nicht an dritte Login-Dienste. Sie können somit eigenständig entscheiden, ob und wenn ja, welche Daten an welchen Drittanbieter für welche Dauer übermittelt werden sollen.

Die Initiative verfolgt das Ziel, ein offenes Ökosystem für Identitäten auf Basis der Blockchain-Technologie zu schaffen und hat hierfür das Thema Self-Sovereign Identity (SSI) erforscht. Viele der existierende Lösungen für Identitätsmanagement sind bislang weder für Nutzer noch für Unternehmen ausreichend zufriedenstellend. Noch immer ist meist eine Identifikation und Authentifizierung bestehend aus Benutzername und Passwort der allgemeine Standard im Internet.

Die Lösung soll zukünftig im gleichen Maße für natürliche wie juristische Personen, aber auch für Dinge nutzbar sein. Für Aussteller und Verifizierer von Identitätsinformationen hat Lissi zusätzlich Anwendungen für Institutionen entwickelt. Die Blockchain-Lösung erfüllt alle Anforderungen gemäß der DSGVO, da weder personenbezogene Daten noch Hashwerte gespeichert werden.

Für die technische Umsetzung des Prototyps wird eine öffentlich lesbare Blockchain mit eingeschränkten Schreibrechten verwendet, welche auf den Open-Source Frameworks Hyperledger Aries und Hyperledger Indy aufbaut.

Am Projekt beteiligt sind neben Main Incubator GmbH, auch Authada GmbH, Bundesdruckerei GmbH, comdirect bank AG, Commerz Real AG, Creditreform Boniversum GmbH, Commerzbank AG, Deutsche Bahn AG, esatus AG, Hasso-Plattner-Institut für Digital Engineering GmbH, ING Deutschland, sowie Verband der Vereine Creditreform e.V.

In den kommenden Monaten wird die Initiative in einer zweiten Phase fortgeführt. Hierfür wurde diese auch im Rahmen des Innovationswettbewerbs „Schaufenster Sichere Digitale Identitäten“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) für eine öffentliche Förderung ausgewählt. Für diese Phase konnten weitere namhafte Partner gewonnen werden. Zu ihnen zählen Bosch GmbH, Deutsche Börse AG, Land Nordrhein-Westfalen, regio iT GmbH, Siemens AG, Stadt Köln, Technische Universität Berlin und die Telekom Innovation Laboratories (Deutsche Telekom AG).

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Pressekontakt:

Main Incubator GmbH 

Kathrin Mateoschus & Adrian Doerk

presse@main-incubator.com

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Über main incubator

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Die Main Incubator GmbH, kurz main incubator, ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Commerzbank AG mit Sitz in Frankfurt am Main.

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