Digitale Identität als erweiterter Phänotyp

Von Ralf Keuper

Spätestens seit den Arbeiten von Marshall McLuhan werden technische Artefakte als Nachbildung und Verlängerung menschlicher Organe interpretiert. Der Vorläufer McLuhans, Ernst Kapp, führte den Begriff der Organprojection in die Medienwissenschaften ein. Für ihn waren die ersten Werkzeuge, wie der Hammer, Nachempfindungen der Hand. Der Hammer stelle eine Projektion des Unterarms mit geballter Faust dar. Für Kapp ist der Mensch das Maß aller Dinge, d.h. die Organprojektion ist auf die schöpferische Kraft des Menschen und die Evolution angewiesen (Vgl. dazu: Ernst Kapp – Mit-Begründer der modernen Medientheorie).

In der Genetik bietet der Phänotyp ein weiteres Erklärungsmodell für die Übertragung menschlicher Fähigkeiten und Glieder auf Maschinen.

Der Phänotyp wird durch das Zusammenwirken von Erbanlagen und Umweltfaktoren (Modifikation) bestimmt. Inwieweit der Phänotyp durch Umwelteinflüsse beeinflussbar ist, hängt von der Reaktionsnorm ab. Diese Möglichkeit, auf Umwelteinflüsse zu reagieren, ist durch den Genotypgenetisch festgelegt (Quelle: Wikipedia)

In seinem Buch Der erweiterte Phänotyp. Der lange Atem der Gene führte Richard Daw…

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