Mit der Anbindung von Google Wallet an sein Connect-Netzwerk macht Hopae einen weiteren Schritt in Richtung eines global verfügbaren Identitäts-Layers – und zeigt zugleich, wie sehr sich die digitale Identität derzeit über kommerzielle Wallet-Infrastrukturen statt über staatliche Systeme konsolidiert.


Es gibt Ankündigungen, die auf den ersten Blick wie technische Fußnoten wirken, und doch etwas Grundsätzlicheres verraten. Die Meldung, dass Hopae nun auch Google-Wallet-Credentials in seine Connect-Plattform integriert[1]Hopae extends Connect with Google Wallet credential support, gehört in diese Kategorie. Auf der Oberfläche: eine weitere API-Anbindung, eine weitere Wallet, ein weiteres Häkchen auf der Feature-Liste. Darunter jedoch zeichnet sich ein Muster ab, das für die Entwicklung digitaler Identitätsinfrastrukturen von einiger Tragweite sein könnte.

Hopae positioniert sich als Aggregator: Unternehmen sollen über eine einzige Schnittstelle auf möglichst viele vertrauenswürdige Identitätsquellen zugreifen können – von US-amerikanischen Mobile Driver’s Licenses über indische Aadhaar- und PAN-Daten bis zu ID-Pass-Implementierungen in Brasilien, Singapur, Taiwan und Großbritannien. Mit der Google-Wallet-Anbindung kommt nun eine der am weitesten verbreiteten mobilen Wallet-Infrastrukturen der Welt hinzu, zunächst mit Abdeckung für Führerscheine und Ausweise in elf US-Bundesstaaten.

Bemerkenswert ist weniger der einzelne Partnerschaftsschluss als die Häufung: Identt in Polen, 1Kosmos für eID-Onboarding, ein eigenes eIDAS-2.0- und AMLR-Readiness-Tool – und nun Google. Hopae baut damit systematisch an zwei Frontlinien zugleich: an der re…