Superbanken für Kundendaten?

Von Ralf Keuper

Untereinander Allianzen zu schmieden, um damit die eigene Effizienz zu steigern, fällt den Banken noch immer schwer. Eine Beobachtung, die der Privatbankier Hans J. Bär bereits vor Jahrzehnten machte:

Einen logistischen Zusammenschluss der Datenverarbeitung mit einer benachbarten Bank prüften wir erstmals 1989. Es zeigte sich, dass wir das überlegene Wertschriftenverarbeitungssystem hatten, ein Verdienst Paul Ernis. Das bewog schlussendlich unsere Nachbarn, es lieber weiter im Alleingang zu probieren. Wer das Verarbeitungssystem hat, kennt auch die Kunden. Das ist der springende Punkt, der auch heute noch alle Privatbanken zögern lässt vor der Nutzung gemeinsamer Plattformen (in: Seid umschlungen, Millionen)

In der Datenökonomie sind die Banken früher oder später gezwungen, ihre reservierte Haltung, Allianzen in bestimmten Bereichen zu bilden, aufzugeben. Anderenfalls übernehmen andere Marktakteure, wie die großen Internetkonzerne und evtl. das eine oder andere Fintech-Startup, die Schlüsselstellung bei den Kundendaten und den digitalen Identitäten.

Dessen scheint man sich in der Schweiz zunehmend bewusst zu werden, wie aus dem Beitrag 

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