Wertschöpfung in der Identity Economy #1

Von Ralf Keuper

Derzeit wird eifrig darüber diskutiert, ob ein Eigentum an Daten wünschenswert ist oder nicht. Viele halten die Fixierung auf den Datenbegriff ohnehin für kurzsichtig (Vgl. dazu: Definition Daten Information – IITR Datenschutz). Wichtiger sei es, den Wert der Information zu messen und zu bewerten, der sich aus den Daten gewinnen lässt; eine Aufgabe, die sich die relativ junge Wissenschaftsdisziplin der Infonomics gestellt hat (Vgl. dazu: Infonomics: the new economics of information). Aber erst, wenn aus Information Wissen (Vgl. dazu: Unterschied zwischen Information und Wissen) und daraus wiederum Können/Aktion wird, für die Dritte zu zahlen bereit sind,  lässt sich – im ökonomischen Sinn –  von echter Wertschöpfung sprechen.

Es gibt drei Ebenen der Information:

  • Syntaktisch (Formale Beziehung der Zeichen)
  • Semantisch (Inhaltliche Bedeutung)
  • Pragmatisch (Handlungsaufforderung an Sender und Empfänger)

Lesehinweis: Bernd-Olaf Küppers: Der Ursprung biologischer Information. Zur Naturphilosophie der Lebensentstehung 

Informationen können auch schöpferische Wirkung entfalten, wie Manfred Eigen und Ruth Winkler in ihrem Buch Das Spiel schreiben. Zuvor aber muss Information, um wirksam zu sein, ihren Sinn offenbaren:

Eine Nachricht, die man empfängt, soll verstanden werden. Dazu muss sie ihren Sinn “offenbaren”, das heisst an gewisse existierende Erfahrungen oder Vereinbarungen anknüpfen und diese reproduzieren. Gleichzeitig kann sie jedoch auch unsere Erfahrungen bereichern. Das Herstellen des Zusammenhangs, das Einordnen, das Verstehen ist dann zugleich ein Akt der Schöpfung.

Über den Wert sog. Ablesefehler im genetischen Programm…

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1 Antwort zu Wertschöpfung in der Identity Economy #1

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