Begrenzte Wirkung: Standards in der Plattformökonomie

Von Ralf Keuper

In der Vergangenheit haben Standards einen entscheidenden Beitrag zur Verbreitung neuer Technologien und darauf basierender Anwendungen und Produkte geführt. Der Welthandel in seiner heutigen Form wäre ohne internationale Standards nicht möglich (Vgl. dazu: Interview mit Bettina Bartz, Geschäftsstellenleiterin Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum eStandards (GS1 Germany) & The International Organization for Standardization. Global Governance Through Voluntary Consensus). Hin und wieder ging die Initiative für neue Standards von Unternehmen aus. Beispielhaft dafür sind VHS und Unix.

In der Plattformökonomie sind Technologiekonzerne wie Amazon, Apple oder Google durch ihre Netzwerkeffekte in der Lage, eigene Quasi-Standards zu setzen, wie iOS, AWS, Android und evtl. Libra. Wenn sich dann noch die Plattformen, wie im Smart Home, untereinander auf einen Standard einigen, haben andere Standards kaum noch eine Chance. Standards für bestimmte Branchen oder Länder/Wirtschaftsräume haben gegenüber den Plattformen und digitalen Ökosystemen einen strukturellen Nachteil. Die Plattform ist der Standard. Das ist ein neues Phänomen.

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