Microsoft stellt seine Strategie für dezentrale digitale Identitäten vor

Von Ralf Keuper

Dass Microsoft im Bereich Digitale Identitäten große Ambitionen hat, ist nicht neu und wurde auf diesem Blog bereits häufiger thematisiert, wie in Microsoft auf dem Weg zum Hub für Digitale Identitäten.

Mittlerweile hat der Softwarekonzern in Microsoft’s strategy for Decentralized Identity seine Absichten konkretisiert.

Microsoft cloud identity systems already empower developers, organizations, and billions of people to work, play, and achieve more, but there’s so much more we can do to create a world where each of us, even in displaced populations, can pursue our life goals, including educating our children, improving our quality of life, and starting a business.

To achieve this vision, we need to augment existing cloud identity systems with one that individuals, organizations, and devices can own so they can control their digital identity and data. This self-owned identity must seamlessly integrate into our daily lives, providing complete control over what we share and with whom we share it, and—when necessary—provide the ability to take it back. Instead of granting broad consent to countless apps and services and spreading their identity data across numerous providers, individuals need a secure, encrypted digital hub where they can store their identity data and easily control access to it.

Microsoft beabsichtigt demnach, das eigne Cloud Identity System zu einer Art Hub für dezentrale Digitale Identitäten zu machen. Parallel dazu arbeitet Microsoft an einer Personal Data Bank.

Das alles zeigt, dass Microsoft, wenngleich nicht so öffentlichkeitswirksam wie facebook mit Libra/Calibra und Apple mit Sign in with Apple, über eine kohärente und durchdachte Strategie verfügt, welche das Unternehmen im Bereich Betriebs- und Office-Systeme zum Weltmarktführer gemacht hat. Der Schritt in Richtung digitale Identitäten ist die logische Fortsetzung der erfolgreichen MS-Strategie. Der nächste Schritt wird das Internet der Dinge bzw. das Industrielle Internet der Dinge sein. Insofern wiederholt sich bei den Digitalen Identitäten die Rollen- und Machtverteilung, wie wir sie im Bereich Betriebssysteme seit Jahrzehnten kennen. Da bleibt dann nicht mehr allzu viel Raum für andere Lösungen und Akteure.

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