“Digitales Wissen, Daten und Überwachung” von Thomas Christian Bächle

Von Ralf Keuper

Sprechen Daten für sich, wie neutral sind Algorithmen, reichen Korrelationen aus, um zu validen Schlussfolgerungen zu gelangen? Diese Fragen sowie weitere greift Thomas Bächle in seinem Buch Digitales Wissen, Daten und Überwachung auf.

In den letzten Jahren konnte der Eindruck entstehen, als bräuchten wir nur die Menge der auswertbaren Daten erhöhen, um daraus ein vollständiges Bild der Realität zu erhalten. Der Glaube hält sich bis heute. Ein Mehr an Daten ist jedoch nicht zwangsläufig mit einer besseren Entscheidungsqualität verbunden, worauf u.a. das Phänomen des Overfitting hinweist. Auch sind Daten nicht neutral; sie können es gar nicht sein, da in ihre Interpretation Annahmen einfließen, die von der Kultur, den eigesetzten Methoden und Technologien, dem Sprachgebrauch wie überhaupt dem jeweiligen Zeitgeist abhängig sind. Gleiches gilt für Algorithmen. Das jedoch hält die verschiedenen Protagonisten nicht davon ab, mit immer neuen Versprechen vor das Publikum zu treten, wenngleich die Mathematik den Bemühungen fundamentale Grenzen setzt:

Es gibt Problemstellungen und Aufgaben, die ganz grundsätzlich nicht als mathematisches Problem übersetzbar, nicht computerisierbar und deshalb auch nicht für eine künstliche Intelligen…

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