Samsung nimmt Digitale Identitäten ins Visier

Von Ralf Keuper

Der koreanische Samsung-Konzern hat in letzter Zeit einen ganzen Strauß an Blockchain-Lösungen entwickelt. Der IT-Provider des Konzerns, SDS, bietet Lösungen für verschiedene Branchen an. Darunter Nexledger, Nexplant, Nexshop und – neuerdings – Nexfinance.

Mit Nexfinance richtet sich Samsung an die Finanzbranche. Wesentlicher Bestandteil der Lösung ist der Nexfinance Digital Identity Service. Nexfinance ist als offene Plattform konzipiert. Laut Samsung eröffnet eine innovative Finanzplattform ist Nexfinance eine modifizierte Variante von Nexledger. Darin wurde bereits ein digital identity service implementiert. Momentan arbeitet Samsung SDS mit koreanischen Banken an einer Blockchain zur Identifizierung von Nutzern.

In Samsung launches blockchain-based finance platform wird auf die Ambitionen von Microsoft im Bereich Digitale Identitäten hingewiesen (Vgl. dazu: Microsoft auf dem Weg zum Hub für Digitale Identitäten). Zusammen mit Accenture, IBM und der UNO hat sich Microsoft an der ID220 Initiative beteiligt. ID2020 soll so etwas wie der globale Standard für Digitale Identitäten werden.

Fest steht: Die großen Technologiekonzerne haben das Thema Digitale Identitäten und Blockchain für sich entdeckt. Weitere Initiativen, davon kann man ausgehen, werden folgen. Damit wird der Spielraum für die Banken, die – neben dem Staat – eigentlich die erste Anlaufstelle für Digitale Identitäten sein sollte, (noch) kleiner.

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