Verkettung digitaler Identitäten

Von Ralf Keuper 

Obschon etwas älter, ist das Projekt Verkettung digitaler Identitäten, was seine Kernaussagen betrifft, von ungebrochener Aktualität.

Als Zielstellung ihrer Arbeit formulierten die Autoren:

Das zentrale Ziel dieser Arbeit ist es, die Bedingungen an Verkettung, Verkettbarkeit und Unverkettbarkeit – besonders in der digitalen Welt – zu untersuchen und zu zeigen, welche Effekte organisatorische und technische Maßnahmen in diesem Bereich zeitigen können. Hervorgehoben sei hier das Konzept der pseudonymen Beglaubigungssysteme (engl.: „pseudonymous convertible credentials“), denn es kombiniert Zurechenbarkeit und Anonymität, indem es dem Nutzer die Kontrolle über den Zuschnitt seiner Verkettbarkeiten nach vordefinierten Regeln (z.B. durch die Gesellschaft) überlässt. Diese Credential-Technologie birgt das Potential, die Gesellschaft zu verändern. Denn es garantiert faires Nutzerverhalten – oder legt dies zumindest nahe, da unfaires Verhalten Sanktionen nach sich zieht –, indem die Privatsphäre der Akteure geschützt wird und gleichzeitig unerwünschte Effekte von Anonymität und Unverkettbarkeit vermieden werden.

Mit Blick auf die Themen Datensouveränität und Data Privacy hervorzuheben sind die Kapitel 4.5.3 Authentizität und Vertraulichkeit der Kommunikationskanäle, 4.6 Nutzergesteuertes Identitätsmanagement, 4.7 Reputationssysteme und 4.8.1 Messmethoden für (Un-)Verkettbarkeit.

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2 Kommentare zu Verkettung digitaler Identitäten

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