Daten­souverä­nität des Projekts GAIA-X im Urteil von Experten

Über Datensouveränität im Zusammenhang mit dem Projekt GAIA-X hat der Ausschuss Digitale Agenda in seiner 63. Sitzung am Mittwoch, 28. Oktober 2020, in öffentlicher Anhörung debattiert. GAIA-X ist ein Projekt für eine vernetzte europäische Datenstruktur mit strengen Schutzstandards, die Innovationen fördern soll. „Digitale Souveränität spielt für Unternehmen, Bürger und Staaten eine große Rolle – aktuell wird der weltweite Cloud-Service-Markt jedoch nicht von europäischen Anbietern getrieben“, sagte der Vorsitzende Manuel Höferlin (FDP) mit Blick auf ausländische Player wie etwa Google, Microsoft oder Alibaba einleitend.

Einig waren sich alle Sachverständigen darin, dass mit GAIA-X kein Konkurrenzprodukt zu existierenden Angeboten geschaffen werden soll, sondern per Open-Source-Ansatz Elemente über offene Schnittstellen und Standards miteinander vernetzt werden. Ziel sei ein gemeinsames Ökosystem von Anwendern und Anbietern aus Organisationen der öffentlichen Verwaltung, des Gesundheitswesens, Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen. …

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Besonders interessant ist der Fragenkatalog bzw. einige Fragen daraus:

Interfraktioneller Fragenkatalog für das Fachgespräch des Ausschusses Digitale Agenda am 28. Oktober 2020 zum Thema “Datensouveränität im Zusammenhang mit dem Projekt GAIA-X, Datenräume und Datenstrategie”

Daraus:

Die Anwenderseite wurde beim Projekt GAIA-X erst zu einem späteren Zeitpunkt mit einbezogen, nachdem technische und prozessuale Entscheidungen erörtert und teilweise entschieden wurden. Werden mögliche Anwender und Anwendungsfälle mittlerweile ausreichend bei der Entwicklung des Projektes berücksichtigt?

Eine wichtige Frage: Droht GAIA-X eventuell dasselbe Schicksal wie dem neuen Personalausweis, der zwar als sicherste Lösung seiner Art gilt, jedoch von den Nutzern bislang nur zurückhaltend angenommen wird, zumal es noch immer zu wenig Anwendungsfälle gibt?

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