ID-Wallet erst einmal auf Eis gelegt

Von Ralf Keuper

Der Schritt kommt nicht überraschend: Die erst in der vergangenen Woche mit großem medialen Wirbel gestartete ID-Wallet der Bundesregierung wird vorläufig auf Eis gelegt[1]ID Wallet: Digitale Brieftasche der Bundesregierung liegt auf Eis. Als Gründe für die Entscheidung nennt das mit der Entwicklung der ID-Wallet beauftragte Unternehmen, Digital Enabling GmbH, die unerwartet hohe Nutzungslast beim Download der ID-Wallet. In den nächsten Wochen werde eine neue Version mit umfangreichen Verbesserungen ausgeliefert.

Unterdessen wird die Rolle der Digital Enabling GmbH und ihrer Mutter esatus AG zunehmend kritisch hinterfragt. Laut North Data wurde Digital Enabling erst im April dieses Jahres in einem Ort in der Nähe von Landshut von einigen Vorständen der esatus AG gegründet[2]https://www.northdata.de/?id=6516003148. Bereits im Juni wurde der Firmensitz dann nach Langen, dem Hauptsitz von esatus, verlegt[3]Handelsregisterauszug von Digital Enabling GmbH. Einige Kommentatoren fragen sich, wie es sein kann, dass eine erst kürzlich gegründete GmbH für ein derart wichtiges Projekt des Bundes mit der Entwicklung beauftragt wurde und wie der entsprechende Vergabeprozess ausgesehen hat. Fraglich sei zudem, wie es sein kann, dass ein Unternehmen wie die easatus AG mit einer langjährigen Erfahrung in der Softwareentwicklung eine so unausgereifte App lanciert hat un…

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