Identity Economy am Beispiel der AriseBank

Von Ralf Keuper

Derzeit wird noch darüber spekuliert, ob und wann es für die Verbraucher möglich ist, ihre Daten und digitalen Identitäten selbst zu verwalten oder verwalten zu lassen. Einige sehen diesen Zeitpunkt erst in Jahren oder Jahrzehnten kommen (Vgl. dazu: Blockchain for Identity Management: It’s Years Away). Zu recht geben die Kritiker zu bedenken, es sei nicht nur eine Frage der Technologie ist, ob sich selbstverwaltete digitale Identitäten durchsetzen, sondern auch gesellschaftliche und ökonomische Faktoren nötig sind, welche die Entwicklung unterstützen. Andererseits aber verläuft die Entwicklung im Bereich der Blockhain-Technologie so rasant, dass Entwicklungssprünge möglich sind, die zahlreiche der noch bestehenden Probleme beheben, und damit die Akzeptanz in der Gesellschaft erhöhen können; die kritische Masse, der Tipping Point könnte schneller erreicht sein, als viele annehmen.

Überhaupt ist die Frage in Form eines “Entweder – Oder” falsch gestellt. Für einen langen Zeitraum, vielleicht sogar auf unabsehbare Zeit, wird es eine Koexistenz der alten Welt, nennen wir sie in Anlehnung an Steven Johnson InternetOne und InternetTwo, und der neuen Welt, InternetThree, geben (Vgl. dazu: Die Zukunft des Internet in der Identity Economy).

Beispielhaft dafür ist die AriseBank. Dort versucht man, alte und neue Welt miteinander zu verbinden. Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass die AriseBank zwei alteingesessene Banken in der USA übernommen hat. Daneben positioniert sich das Haus als Cryptobank (Vgl. dazu: AriseBank: Die Banking Revolution – aus alt mach neu).