Digitale Identitäten: Lektionen aus Kanada

Von Ralf Keuper

Die Einführung Digitaler Identitäten für die Bürger eines Landes ist bislang nur in wenigen Ländern zur Zufriedenheit aller Beteiligten verlaufen. Zu den wenigen Ländern, denen es gelungen ist, die Bürger “mitzunehmen”, zählt Estland mit e-identity. Umstritten ist dagegen Aadhaar in Indien. Jeder Bürger Indiens erhält eine persönliche Identifikationsnummer. Unter dieser Nummer werden biometrische und biografische Daten in einer zentralen Datenbank gespeichert. Mittlerweile sind fast alle Bürger Indiens über 18 Jahre in der weltweit größten biometrischen Datenbank erfasst.

Zwischen diesen “Extremen” bewegt sich Kanada mit seinem Pan-Canadian Trust Framework (PCTF).

In Building Trust: Lessons from Canada’s Approach to Digital Identity erläutert Sunil Abraham die wesentlichen Merkmale und Vorzüge des PCTF.

Federführend bei der Entwicklung des PCTF war  The Digital ID & Authenticitation Council of Canada (DIACC), das im Jahr 2012 als self governing entity ins Leben gerufen wurde. Im März 2019 konnte der erste Entwurf des Pan Canadian Trust Framework vorgestellt werden. Er kann sich auf einen breiten gesellschaftlichen Konsens in Kanada stützen, was auf das umsichtige Vorgehen der DIACC zurückzuführen ist:

A key reason is that the DIACC is undermining neither the existing institutions in the identity ecosystem, nor the relationship between citizens and these institutions. Indeed, through the framework, the DIACC is empowering those same institutions by providing a universally acceptable verifiability standard for every person, e…

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