RISE wird womöglich nicht nur Identity-Provider für das E-Rezept

Von Ralf Keuper

Vor wenigen Tagen hat die gematik die österreichische RISE GmbH mit der Entwicklung und dem Betrieb des Identity-Provider (IDP) für das E-Rezept beauftragt[1]E-Rezept: RISE erhält Zuschlag für Identity-Provider. Durch diesen Services können Rezepte ab 1.1.2022 durchgängig elektronisch und bundesweit einheitlich abgewickelt werden.

Der Identity Provider authentifiziert die Identität der Nutzer (Krankenhäuser, Arztpraxen, Apotheken und Versicherte) des E-Rezeptes und sichert auf diese Weise den Zugriff auf die Systeme des E-Rezepts ab. Nur Nutzer mit einer verifizierten digitalen Identität können elektronische Rezepte verarbeiten. Auf mittlere Sicht soll der Identity Provider im Rahmen eines föderativen Identitätsmanagements den Zugang zu weiteren digitalen Diensten im Gesundheitswesen bereitstellen.

Der Auftrag der gematik sieht eine Umsetzung laut Standard OpenID Connect vor. RISE ergänzt diesen Standard u.a. um ihre Erfahrungen und Lösungen im Bereich IAM (Identity and Access Management) basierend auf dem RISE AccessKeeper. Diese Produktfamilie wurde neben der Nutzung in der öffentlichen und betrieblichen Verwaltung, der Industrie u.a. auch im Gesundheitswesen z.B. für Ärzteverzeichnisse, bei weltweiten Sportverbänden oder bei der BITMARCK eingesetzt, die mehr als 80 gesetzliche Kassen mit IAM-Services versorgt((

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