Einführung von mobilen Führerscheinen in den USA: Nicht so einfach, wie man glauben könnte

Von Ralf Keuper 

Einige US-Bundesstaaten akzeptieren bereits Mobile Driver Licenses (mDLs), um die Identität von Autofahrern nachzuweisen. Als erster US-Bundesstaat bietet Arizona seit einigen Wochen seinen Bürgerinnen und Bürgern offiziell die Möglichkeit, Führerscheine und andere Ausweisdokumente in einer ID Wallet auf dem iPhone zu hinterlegen. Weitere Bundesstaaten, die Rede ist von bis zu 30, wollen folgen bzw. stehen in Gesprächen mit Apple[1]Apple startet offiziell digitale ID auf dem Smartphone.

Der mDL-Standard (Mobile Drivers License – ISO/IEC 18013-5) wird bereits beim EU-Impfpass, dem Führerschein und dem Reisepass eingesetzt. Die daran beteiligten 200 Länder können damit feststellen, ob ein Ausweisdokument, das ihnen präsentiert wird, echt ist.

Dennoch stößt die Umstellung auf digitale IDs auf einige Hürden, von denen die Sicherstellung der Authentizität jeder mDL nach Ansicht der US-amerikanischen Transportation Security Administration (TSA) die größte ist.

Gegenwärtig führt das Biometric and Identity Technology Center (BI-TC) des Science and Technology Directorate (S&T) Industriestudien durch, um die Integrität, das Risiko und die Vertrauenswürdigkeit digitaler Identitäten, einschließlich mDLs, für die potenzielle Akzeptanz und Nutzung durch das Department of Homeland Security (DHS) zu bewerten[2]DHS discusses difficulties of implementing mDLs.

Im Rahmen des Projekts Next Generation Identity: Mobile Driver’s License arbeiten S&T, TSA und NIST gemeinsam mit Nichtregierungsorganisationen an der Entwicklung dieses Rahmens sowie von Sicherheits-, Datenschutz- und Authentifizierungsmaßnahmen und Standards, damit das DHS mDLs akzeptieren kann((Die TSA entwickelt derweil ein System zur Authentifizierung von mDL unter Verwendung einer P…

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