Europäische digitale Brieftasche mit Änderungen an Interoperabilität und Datenschutz

Wie in Änderungen an der europäischen digitalen Brieftasche zu Interoperabilität und Datenschutz zu erfahren ist, hat Romana Jerković, die für das Dossier zuständige Abgeordnete im ITRE-Ausschuss (Industrieausschuss) letzte Woche ihren Berichtsentwurf veröffentlicht, der wesentliche Änderungen am ursprünglichen Text mit sich bringt. „Ein harmonisierter Rahmen für die digitale Identität hat das Potenzial, die Betriebskosten im Zusammenhang mit Ausweisverfahren, zum Beispiel beim Onboarding von neuen Kunden, erheblich zu senken und Kosten oder Schäden im Zusammenhang mit Cyberkriminalität, wie Datendiebstahl und Online-Betrug, zu verringern, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit zu unterstützen und die digitale Umwandlung der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in der Union zu fördern“, so Jerković in dem Bericht.

So sollen die Nutzerinnen und Nutzer ausdrücklich ihr Einverständnis erteilen, damit Informationen aus der digitalen Brieftasche in der Cloud gespeichert werden können. Von der Verwendung biometrischen Daten als Voraussetzung für ihre Nutzung wurde Abstand genommen  – auch dürfen sie nicht in der Cloud gespeichert werden.

In dem Bericht wird ebenfalls die Verwendung des Zero-Knowledge-Prinzips vorgeschlagen. Dabei wird eine Behauptung überprüft, ohne dabei die Quelldaten offenzulegen, die sie belegt. “Ein solcher Null-Wissen-Beweis-Ansatz (Zero-Knowledge Proof), der auf kryptografischen Algorithmen basiert, würde es beispielsweise ermöglichen, das Alter oder den Standort einer Person nachzuweisen, ohne die Privatsphäre des Nutzers zu verletzen“.

Dieser Beitrag wurde unter Digitale Identitäten, Standards/Protokolle, Technik und Gesellschaft veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.