Verimi und WebID bilden Strategische Partnerschaft für ein Ökosystem digitaler Identitäten

Von Ralf Keuper

Verimi und WebID gaben heute die Bildung einer strategischen Partnerschaft bekannt. Ziel der Partnerschaft ist es, ein Ökosystem digitaler Identitäten zu errichten.

Dazu  erweitert WebID sein Plattform-Angebot um das Verimi-Wallet, der sicheren digitalen Brieftasche für persönliche Identitätsdaten. Verimi-Nutzer können sich bei teilnehmenden WebID-Partnern zukünftig mit dem Verimi-Wallet ausweisen sowie WebID-Partner ihren Kunden anbieten können, ihre persönlichen Identitätsdaten im Verimi-Wallet zu speichern

Die mehr als 300 WebID-Partnerunternehmen erhalten damit die Möglichkeit, ihren Kunden anzubieten, die bei Verimi hinterlegten Identitätsdaten als digitalen Ausweis zu nutzen. Endkunden, die ihre Daten noch nicht bei Verimi hinterlegt haben, kann zudem angeboten werden, ihre soeben von WebID überprüften Ausweisdaten im Verimi-Wallet zu speichern. In diesem Fall bindet WebID eine Option „Speichern bei Verimi“ in den Identifizierungsvorgang mit den etablierten WebID-Ident-Methoden (Video-Ident, Konto-Ident, eID-Ident und AI-Ident) ein. …

Plattformkunden können die Mehrwerte aus der neuen Partnerschaft rasch für sich realisieren, da Verimi im Rahmen der bestehenden technischen Anbindungen nutzbar sein wird. Neue Anbindungen erfolgen ebenfalls über die bewährte zentrale Schnittstelle bei WebID. Den Endkunden dient das Verimi-Wallet als digitale Brieftasche für die bequeme Nutzung bei allen angeschlossenen Partnern aus verschiedenen Branchen.

WebID wurde erst kürzlich von dem Finanzinvestor Anacap übernommen[1]Identity-Fintech WebID wird von Finanzinvestor übernommen. Zu den Investoren von Anacap zählt die Allianz, die wiederum dem Gründerkreis von Verimi angehört.

Bislang blieb die Verbreitung von Verimi weit hinter den Erwartungen zurück. Vor wenigen Monaten erst gaben die Verimi-Gesellschafter einen Strategieschwenk bekannt. Künftig soll das Massengeschäft nicht mehr im Vordergrund stehen, stattdessen wolle man sich auf “hochwertige Identitäten” konzentrieren, die überwiegend in regulierten Märkten zum Einsatz kommen. Schon damals, im März, wurde der Einstieg eines weiteren Großinvestors angekündigt[2]Verimi: Riding the dead horse. Verimi setzt bei der Erstidentifizierung seit Jahren auf WebID. Insofern dürfte die Umstellung nicht allzu schwerfallen. Von besonderem Interesse dürfte die Global Trust Technology Plattform (GTTP) von WebID mit ihren wiederverwendbaren Digitalen Identitäten sein[3]Global Trust Technology Platform (GTTP). In der Datenbank waren im April 2020 bereits 4,4 Millionen Digitalen Identitäten, zu denen das Einverständnis der Kunden vorliegt, vorhanden.

Es bleibt abzuwarten, ob die neue Strategie diesmal den gewünschten Erfolg bringt …

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