Wird die Würde des Menschen durch die Digitalisierung granularisiert?

Von Ralf Keuper

Keine Frage: Die technischen Möglichkeiten, Menschen auf ein digitales Profil zu reduzieren und sie damit zu einem bloßen Objekt für Werbung (Microtargeting, Tracking) und Scoring zu machen, waren noch nie so groß.

Die großen US-amerikanischen und asiatischen Technologiekonzerne haben eine neue Form der Ökonomie etabliert: Die Plattformökonomie. Im Internet führt an ihnen kaum noch ein Weg vorbei. Die Datenspuren, welche die Nutzer auf ihren Plattformen wie Facebook, Google, Apple, Amazon oder Alibaba, hinterlassen, können zu einem Profil zusammengesetzt werden, mit dessen Hilfe die Nutzer gezielt im Netz erkannt und angesprochen werden können. Die Methoden gleichen dabei auf verblüffende Weise denen aus der Kriminalistik (Vgl. dazu: “Komplizen des Erkennungsdienstes. Das Selbst in der digitalen Kultur” von Andreas Bernard). Wie lässt sich angesichts dessen die Würde des Menschen, wie sie im Grundgesetz verankert ist, bewahren?

Peter Dabrock, der Vorsitzende des deutschen Ethikrates, geht in Suchet der Stadt Bestes in der FAZ vom 24.12.18 dieser Frage nach. Dabrock beruft …

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1 Antwort zu Wird die Würde des Menschen durch die Digitalisierung granularisiert?

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