Tracking von Standort- und Handydaten, um Corona einzudämmen

Von Ralf Keuper

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat seine Pläne, Kontaktpersonen von Infizierten per Handytracking aufzuspüren, zu den Akten gelegt[1]Mit Handydaten gegen Corona: Spahn legt Pläne nach Kritik auf Eis. Datenschützer sowie Politiker der SPD und Opposition hatten sich dagegen ausgesprochen.

Die Telekom liefert bereits anonymisierte Handydaten an das Robert Koch – Institut, um die Bewegungsströme der Menschen in Deutschland visualisieren und simulieren zu können[2]Corona-Krise: Deutsche Telekom liefert anonymisierte Handydaten an RKI. Das Vorgehen wurde mit den Datenschützern abgestimmt. In China und Singapur haben datenschutzrechtliche Bedenken beim Tracking der Handydaten keine Rolle gespielt.

Mittlerweile überlegt auch die Schweiz, die Handydaten, so wie in Deutschland, anonymisiert auszuwerten[3]Handydaten-Auswertung steht jetzt auch in der Schweiz zur Diskussion.

Seit vier Wochen wird an einer App gearbeitet, mit der Infizierte datenschutzkonform bzw. nur unter hohen Auflagen getrackt werden können[4]Corona-App: Wie das Robert Koch-Institut Infizierte tracken könnte.

Kritisch wird die Entwicklung auf netzpolitik.org kommentiert[5]Standortdaten und Corona. Unverhofftes Datengeschenk.

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