eID als Vertrauensanker für selbstsouveräne digitale Identitäten

Von Ralf Keuper

Mündige Bürger sollten ihre digitalen Identitäten eigenverantwortlich verwalten können. An technischen Lösungen dazu fehlt es nicht mehr. Diese sehen vor, die Identitätsdaten der Bürger dezentral zu speichern. In dem Kontext spricht man auch von Selbstsouveränen Digitalen Identitäten (SSI). Zusammen mit der eID und der eIDAS könnten dezentrale digitale Identitäten grenzüberschreitend von den Bürgern genutzt werden. Das ist keinesfalls nur Zukunftsmusik[1]eID Easy: eID Systems Globally. 

Künftig könnte die eID in Kombination mit Lösungen für die dezentrale Verwaltung digitaler Identitäten natürlicher Personen im gesamten digitalen Binnenmarkt der EU für Transaktionen mit dem Vertrauenslevel substanziell und hoch eingesetzt werden. Auf diese Möglichkeit weist der SSI eIDAS Legal Report hin.

Die eIDAS-Verordnung legt die Rahmenbedingungen für die grenzüberschreitende Nutzung elektronischer Identifizierungsmittel und Vertrauensdienste in der EU fest. Der erwähnte Report kommt zu dem Ergebnis, dass die eIDAS-Verordnung die Verwendung selbstverwalteter Identitäten (SSI) für die elektronische Identifizierung nicht ausschließt. Als Bindeglied zwischen eID, SSI und eIDAS fungiert dabei das European Self-Sovereign Identity Framework (ESSIF). Das ESSIF ist eine gemeinsame Initiative der Europäi…

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