Rechtliche Grenzen einer Personen- bzw. Unternehmenskennziffer in staatlichen Registern

Von Ralf Keuper

Die Einführung von Personen- und Unternehmenskennziffern könnte einen wesentlichen Beitrag zur Modernisierung der Verwaltung leisten, wie die Autoren von Rechtliche Grenzen einer Personen- bzw. Unternehmenskennziffer in staatlichen Registern einräumen. Jedoch sind damit erhebliche Risiken für die informationelle Selbstbestimmung der Bürger verbunden.

Die Vorzüge einer allgemeinen PKZ prädestinieren sie als zentralen Baustein einer Registermodernisierung in der Bundesrepublik Deutschland: Sie ermöglicht es, Datensätze aus verschiedenen Registern miteinander zu vernetzen und deren Inhalte für konkrete Verwaltungsverfahren zu synchronisieren. Mit Hilfe einer PKZ kann die öffentliche Verwaltung Register abgleichen und Fehler in einzelnen Registern identifizieren. Dadurch schafft sie Korrekturmöglichkeiten und steigert die Registerqualität. Ein Registerabgleich kann bspw. offenbaren, dass die Informationen, die eine Behörde zur Durchführung eines Fachverfahrens benötigt, bei der anderen Behörde entweder bereits vorhanden und dort zum Abruf direkt aus dem betreffenden staatlichen Register10 zur Verfügung stehen – oder dort fehlerhaft gespeichert sind und daher einer Anpassung bedürfen. Gerade bei automatisierten Datenabrufen wirkt die PKZ aufgrund ihrer Eignung, die betreffende Person in binären Prozessen eindeutig zu iden…

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1 Antwort zu Rechtliche Grenzen einer Personen- bzw. Unternehmenskennziffer in staatlichen Registern

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