Der Wettlauf um die Maschinendaten

Von Ralf Keuper

Die deutsche Industrie verfügt derzeit noch über ein großes Kapital: Die Maschinendaten. Laut Wolfgang Wahlster, dem ehemaligen Chef des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI), dem größten seiner Art weltweit, stammt ein Großteil der Hochpräzisionsmaschinen in USA und China aus Deutschland. Dennoch bleibe der deutschen und europäischen Industrie nur wenig Zeit, um dem Schicksal der Konsumgüterhersteller und des Handels zu entgehen (Vgl. dazu: KI-Experte: Maschinendaten sind “die letzte Chance für Europa”), welche die Datenhoheit schon längst an Microsoft, Amazon, Google, Alibaba und Tencent verloren haben. Nötig seien maschinenprüfbare, automatisch zertifizierbare Standards für den Austausch von Maschinendaten.

In der Landwirtschaft haben kürzlich Claas, John Deere und Case NewHolland ihre gemeinsame Cloud-to-Cloud-Lösung für den herstellerunabhängigen Datenaustausch, DataConnect, vorgestellt. Weitere Initiativen mit ähnlichem Schwerpunkt sind Adamos und die IDSA mit dem IDS-Connector sowie die German Edge Cloud. Wie in der Studie Maschinenidentitäten. Schlüssel zum Internet der Dinge herausgestellt, ist die Validierung der ausgetauschten Daten essentiell, um das nötige Vertrauen in die Daten zu erzeugen.

Zahlreiche Startups, wie weeve, edgeless, Idento.one und das evan.network arbeiten derzeit daran, mit der Blockchain-Technologie validierte Identitäten und Daten bereit zu stellen.

Generell gilt noch, was der Chef von Dürr, einem Initiator von Adamos, in einem aktuellen Interview von sich gab:

Wir haben das Rennen im B2C-Internetmarkt verloren. Im B2B-Markt noch nicht. Da schauen die US-Konzerne und chinesische Wettbewerber genau auf uns. Vor allem chinesische Unternehmen wollen Teil der Plattform sein. Das Interesse liegt dort aber vor allem auf der Applikationsebene.

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1 Antwort zu Der Wettlauf um die Maschinendaten

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