IBM Identity Mixer

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Identity Economy: Ein kurzer Wochenrückblick #20

Von Ralf Keuper

Anbei eine Aufstellung von Beiträgen, die mir in dieser Woche besonders ins Auge gefallen sind:

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Verimi – das nächste Paydirekt?

Von Ralf Keuper

Die gemeinsame Single Sign On – Lösung namhafter deutscher Unternehmen und Finanzdienstleister, Verimi, nimmt Fahrt auf – zumindest in den Medien. Neuestes Mitglied ist der Chip- und Sicherheitsspezialist Giesecke + Devrient (Vgl. dazu: Chip-Spezialist G+D tritt Datenbündnis Verimi bei). 

Offiziell präsentiert sich Verimi als Identitäts-, Registrierungs- und Datenplattform in einem.

Ziel ist, den großen US-amerikanischen Internetkonzernen Paroli zu bieten. Diese können ihre Social-Login Lösungen, wie Gmail und Facebook Connect, schon seit langem als Single Sign On – Lösung einsetzen. Verimi wirbt mit den strengeren Datenschutzbestimmungen in Europa. Vorrang hat die digitale Souveränität der Nutzer. Die Verbraucher haben die Kontrolle über ihre personenbezogenen Daten und digitalen Identitäten.

So weit so gut.

Nicht alle sind indes von dem Konzept überzeugt, wie Rouven Heck von uPort:

Verimi sounds very interesting and a good step towards an alternative to Google & Facebook, but from my limited knowledge from the public information, it’s ultimately a platform which is operated by one entity. This entity is in control of users IDs and their data. Therefore whilst it seems like a great offering for German and European customers, it’s not fundamentally different from existing federated systems.

So imposant die Liste der beteiligten Unternehmen ist – sie repräsentieren nur einen schmalen Ausschnitt der deutschen oder gar europäischen Wirtschaft. Es ist kaum vorstellbar, dass andere Automobilkonzerne, Banken oder Verlage dem Bündnis beitreten werden. Selbst wenn: Die Interessen sind zu verschieden, die Koordination extrem schwer.

Bei Licht betrachtet handelt es sich um eine proprietäre Plattform – so wie Amazon oder Google – nur mit dem entscheidenden Unterschied, dass Google und Amazon über eine deutliche höhere Verbreitung im Netz und über die nötigen Skills verfügen. Das erleichtert die Koordination und die Umsetzung deutlich. Die wichtigen Entscheidungen werden von wenigen Personen gefällt – bei Amazon wohl nur von einer.

Bei Verimi dagegen müssen die Beteiligten sich permanent abstimmen, die Umsetzung und Koordination liegt, so weit jedenfalls mein Eindruck, bei externen Dienstleistern – ähnlich wie bei Paydirekt. Im Vergleich zu Verimi hat Paydirekt den Vorteil, dass die Beteiligten aus einer Branche kommen und sich in einem Stammgeschäft, dem Zahlungsverkehr, zusammenschließen. Sie bringen also ein relativ hohes Maß an Know How mit. Das ist bei Verimi anders. In der Plattform- bzw. Datenökonomie verfügt keines der Unternehmen über eine Expertise, die der von Google oder Amazon auch nur annähernd entspricht. Es ist der Versuch, monolithischen Blöcken im Internet als Monolith entgegenzutreten. Unter den derzeitigen Machtverhältnissen in der Plattformökonomie ein vergebliches Bemühen. Diese Erfahrung muss Paydirekt seit einiger Zeit machen.

Da brauchen wir andere Ansätze. Ein Weg sind dezentrale Lösungen und offene Standards, die Distributed Ledger Technologies verwenden. Also eine andere Infrastruktur. Anders lässt sich der strukturelle und organisatorische Nachteil der Plattformökonomie nicht überwinden.

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val : ID – Your data Your asset

Von Ralf Keuper

Aus der Schweiz kommen derzeit einige der innovativsten Ideen und Lösungen, was die eigenverantwortliche Verwaltung Digitaler Identitäten und personenbezogener Daten betrifft. Beispielhaft dafür ist val : ID bzw. VALID.

Informativ ist das Whitepaper val : ID – Your data Your asset.

Zu VALID:

VALID is a self-sovereign, blockchain-based digital identity and personal data platform connecting identity owners with data consumers. Once completed, VALID will operate as a not-for-profit, peer-to peer, open source personal data management platform managed by the VALID Foundation. The platform will consist of the VALID wallet and the VALID marketplace.

Initiator ist Procivis. Bekannt wurde Procivis mit seiner eID+:

Procivis’ digital identity platform, which allows governments to deliver online services to their citizens and residents via secure and government-attested identity data.

Es ist vorgesehen, die beiden Lösungen zu kombinieren, bzw. zu einem Ökosystem zusammenzufügen. Das legt zumindest eine Abbildung aus dem Whitepaper nahe.

Weiterhin heisst es in dem Paper:

The Foundation’s funding will be provided by a significant token allocation and be sustained by standard open-source licensing revenue models. In turn, Procivis AG, will continue to earn revenues from the sale and licensing of its eID+ solution to governments and semi-autonomous regions such as Swiss cantons. Furthermore, depending on the success of the VALID marketplace, Procivis AG, along with third-party service providers, intends to build value on top of the VALID marketplace, for instance by offering VALID wallet owners secure storage and other services that can be paid for with VALID tokens. Services for data consumers could also include the development of sophisticated analytics tools and smart contracts to optimize results from data gathering efforts.

Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass der Kanton Schaffhausen die eID+ von Procivis pilotieren wird (Vgl. dazu: Schaffhausen lanciert eine E-ID mit Procivis).

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Yoti: Digital identities in the real world

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Synacts – Digital ID Identity Layer

Von Ralf Keuper

Seit seiner Entstehung leidet das Internet unter einem Web-Fehler. Gemeint ist damit der fehlende Identity – Layer (Vgl. dazu: An identity layer for the internet). Infolgedessen sind wir gezwungen, uns zahllose Passwörter zu merken, wenn wir am Internet noch teilnehmen wollen. Nicht alle sind indes von diesem Mangel in negativer Hinsicht betroffen – im Gegenteil: sie profitieren davon, wie facebook und Google. Dadurch, dass die Nutzer keine Kontrolle über ihre Digitalen Identitäten und die damit verbundenen personenbezogenen Daten haben, können Google und andere Datensammler oder sog. “Datenkraken” die Datenspuren zu einem Profil zusammensetzen, ggf. mit anderen offline-Daten anreichern, und an die Werbeindustrie oder andere interessierte Unternehmen verkaufen.

In den letzten Jahren sind zahlreiche Initiativen an den Start gegangen, die den beschriebenen Missstand beheben wollen, wie Sovrin, Solid und Blockstack.

Neu hinzu gekommen ist Synacts und die daran angeschlossene Initiative Digital ID Identity Layer. Bei Synacts handelt es sich um einen Spin Off der ETH Zürich. Einen ersten Eindruck vermittelt das Dokument My Identity for the digital world.

Die Kernbotschaft:

We put users in control of their data, store it decentrally and protect it with state-of-the-art cryptography. With the user’s explicit consent, service providers can instantly access it and securely authenticate users without a password. To add trust, organizations can verify specific user data.

Anders als die meisten anderen Startups aus dem Umfeld der Digitalen Identitäten, ist die Blockchain für Synacts nicht in jedem Fall zwingend. Stattdessen gilt: Why blockchain needs identity but not vice versa.

Mittlerweile hat Synacts eine Smart Contact App in den Google Play Store eingestellt. Die Synacts Digital Identity Library steht auf Github zur Verfügung.

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Identity Economy: Ein kurzer Wochenrückblick #19

Von Ralf Keuper

Anbei eine Aufstellung von Beiträgen, die mir in dieser Woche besonders ins Auge gefallen sind:

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Digitale Identitäten in der Verwaltung (Governikus Jahrestagung)

Von Ralf Keuper

Dass den Kommunen eine Schlüsselrolle bei der Verbreitung Digitaler Identitäten in Wirtschaft und Gesellschaft zukommt, war auf diesem Blog bereits häufiger ein Thema, wie in Die Schlüsselstellung der Kommunen in der Identity Economy.

Vor wenigen Wochen richtete die Governikus KG ihre Jahrestagung unter dem Motto „Digitale Verwaltung – gemeinsam Zukunft gestalten!“ aus.

Sehr zu empfehlen sind die verschiedenen Schaubilder und Grafiken:

Auswahl Präsentationen:

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Identity Economy: Ein kurzer Wochenrückblick #18

Von Ralf Keuper

Anbei eine Aufstellung von Beiträgen, die mir in dieser Woche besonders ins Auge gefallen sind:

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Copenhagen: Europe’s first city data exchange

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