Digitale Identitäten als Singularitäten

Von Ralf Keuper

In der Vergangenheit wurde das Besondere als Kontrast zum Allgemeinen wahrgenommen. Etwas Besonderes war von der Anzahl her gering, beim Kunstwerk sogar nur einmalig. Mit der Digitalmoderne nun kommt es zu dem auf den ersten Blick paradoxen Phänomen, dass sich das Besondere in Form von Singularitäten massenhaft verbreitet. Der alte Gegensatz scheint hinfällig geworden zu sein. In seinem vielbeachteten Buch Die Gesellschaft der Singularitäten beschreibt Andreas Reckwitz diesen Wandel, der für den Übergang von Industriegesellschaft hin zur Spätmoderne oder Digitalmoderne steht:

Die Überlagerung der alten Logik des Allgemeinen der Industriegesellschaft durch eine soziale Logik des Besonderen der Spätmoderne betrifft letztlich und in außerordentlichem Maße die Formen des Sozialen, des Kollektivs und des Politischen zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Singualrisiert werden keineswegs nur Individuen oder Dinge, sondern auch Kollektive.

Über den Vorgang der Singularisierung:

Die Singularitäten sind nicht kurzerhand objektiv oder subjektiv vorhanden, sondern durch und durch sozial fabriziert. Was als eine Einzigartigkeit gilt und als solche erlebt wird, ergibt sich, .., ausschließlich in und durch soziale Praktiken der Wahrnehmung, des Bewertens, der Produktion und der Aneignung, in denen Menschen, Güter, Gemeinschaften, Bilder, Bücher, Städte, Events und dergleichen singularisiert werden.

Kurzum: Alles lässt sich irgendwie typisieren – auch das Besondere, das früher als Originalität, als etwas Einzigartiges, Einmaliges galt.

Besonders sichtbar wird die Singularisierung laut Reckwitz bei der automatischen Profilerstellung, wie bei der Profilpflege von den Nutzern in den sozialen Netzwerken, oder in Form der automatischen Profilerstellung vor allem von facebook und Google zum Geschäftsprinzip erhoben wird.

Über den Unterschied zwischen dem öffentlichen und den maschinell erstellten Nutzerprofilen:

Anders als das öffentliche Profil von Nutzern braucht dieses maschinelle Subjekt-Profil keine identifizierbare Kohärenz zu besitzen; es reicht, dass es sich beim Subjekt um ein Ensemble heterogener Präferenzstrukturen handelt, bezogen etwa auf Musikstile, Politik und Bekleidung. Das Subjekt erscheint in der algorithmischen Beobachtung als eine Art multiples Selbst, dessen einzelne Bestandteile in der vergleichenden Perspektive Muster bilden, die sich auch bei anderen Nutzern zeigen.

Das maschinelle Profil benötigt nur Attribute, bestimme Merkmale einer Person, die sich mit den Profilen anderer korrelieren und in irgendeiner Form, meist zu Werbezwecken, vermarkten lassen.

Spätestens hier stellt sich die Frage, ob die Nutzer auf diese Weise nicht zu Objekten degradiert werden, die gemessen, gewogen und miteinander verglichen werden können, wobei bestimmte Merkmale unter den Tisch fallen, da ökonomisch ohne Wert. Wird die Würde des Menschen damit nicht granularisiert bzw. negiert? (Vgl. dazu: Wird die Würde des Menschen durch die Digitalisierung granularisiert?). Digitale Identitäten sind hiervon besonders betroffen. Wer sorgt dafür, dass die Digitalen Identitäten nicht automatisch mit der Person und ihrer Eigenkomplexität, die sich eben nicht bewerten und messen lässt, weder in der Logik des Marktes noch in der des Sozialen, zusammenfallen? Dass mit der Verbreitung Digitaler Identitäten die Singularisierung voran getrieben wird, steht außer Zweifel – das gilt vor allem für technische Objekte und Geräte. Können die digitalen Identitäten der Menschen mit denen der Objekte vermischt werden, ohne dass wir Gefahr laufen, Menschen mit Maschinen und Objekten gleichzusetzen? Oder anders: Schreiben wir irgendwann den Maschinen ähnliche Eigenschaften wie den Menschen, wie z.B. das Bewusstsein und Gefühle zu, um damit die Unterschiede zu überwinden bzw. zu verwischen und damit so ziemlich alles messbar zu machen? Wann schießen wir über das Ziel hinaus? Können Selbstverwaltete Digitale Identitäten hier Abhilfe leisten, da es mit ihnen möglich ist sich, anonym im Netz zu bewegen oder nur bestimmte Merkmale nach außen zu geben?

Wie wir es auch drehen und wenden: Wir benötigen in Zukunft Institutionen und Verfahren, die uns davor beschützen, auf den Rang reiner Objekte reduziert zu werden. Welche Logik soll in der Wirtschaft und Gesellschaft der Spätmoderne bestimmend sein – die der Algorithmen? Wer übernimmt die Funktionen der Überwachung und Kritik? Sind Digitale Identitäten ein Stück der Persönlichkeit, oder stellen sie einen Vermögenswert dar, den es ebenfalls zu schützen gilt?

Richtig ist wohl, dass die Gesellschaft granularer wird, was dazu führt, dass Merkmale, die früher als besonders bewertet wurden, zu Mustern und Typen zusammengesetzt werden können, die dann nur noch in Nuancen voneinander abweichen, z.B. dadurch, dass sie sich im Gebrauch und Besitz von Objekten und Geräten voneinander unterscheiden. Jeden Maschine wird – in Maßen – zu etwas Besonderem, das spezieller Pflege (Predictive Maintenance, Personalisierung) bedarf. Wer es als Anbieter schafft, diesen Graubereich zu bewirtschaften oder hier vermittelnd tätig zu sein, ohne dabei in den Verdacht der Überwachung und Manipulation zu geraten, ist König.

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Blockchain 2.0 – einfach erklärt – weit mehr als nur Bitcoin

Von Ralf Keuper

Es wurde höchste Zeit für ein Buch, das einen nüchternen Blick auf das Potenzial der Blockchain wirft, wie Blockchain 2.0 von Julian Hosp. Noch immer tauchen Beiträge auf, die den Eindruck erwecken, als wäre die Blockchain-Technologie für jede Fragestellung – bis hin zur Sicherung des Weltfriedens – das Mittel der Wahl. Dass die meisten der in den letzten Jahren hochgezüchteten Erwartungen von der Blockchain nicht eingelöst werden können, wird nach der Lektüre des Buches nochmals deutlich. Hosp, Mit-Gründer und Präsident von TenX und Initiator der #Cryptofit Community, ist selbst von dem Potenzial der Blockchain überzeugt, was aber nicht dazu führt, dass er die Blockchain für jeden Anwendungsfall für die richtige Option hält. So wägt er die Stärken und Schwächen der Blockchain gegeneinander ab, um danach verschiedene Anwendungsfälle (Besitz, Datenschutz, Smart Contracts, Tokenisierung, Transparenz, Redundanz, Dazugehörigkeit) zu analysieren und auf ihre Erfolgschancen hin zu bewerten. Ein weiteres Kapitel ist den sieben Gefahren für die Blockchain-Technologie gewidmet (Hype, Skandale, Regulierung, Quantencomputer, KI, Alternative Technologien, Benevolente Diktaturen). Im Anschluss daran werden die Blockchain-Alternativen Tangle und Hashgraph auf ihre Stärken und Schwächen untersucht.

Hosp geht davon aus, dass es in Zukunft einen ausgewogeneren Mix aus dezentralen und zentralen Organisationsformen geben wird.

Auch wenn ich durch meine #Cryptofit-Bewegung .. nachhelfen will, so wird es komplett dezentral nicht funktionieren. Menschen brauchen einen Kunden-Support und wollen bei gewissen Dingen an die Hand genommen werden. Genau deshalb glaube ich auch, dass in Zukunft ein Mix aus dezentral und zentral vorherrschen wird. Dies ist ähnlich, wie niemand eine reine Monarchie oder Anarchie will, auch wenn beides theoretisch auf dem Papier funktionieren würde – solange alles perfekt läuft. .. So bevorzugen wir lieber etwas in der Mitte zwischen Monarchie und Anarchie, und eine ähnliche Entwicklung wird sich auch bei der Fragen nach Zentralisierung und Dezentralisierung vollziehen. Entscheidend wird jedoch sein, dass sich diese Systeme ergänzen müssen und dass sie sich zugleich nicht vermischen dürfen. Es bedarf also nicht ein System aus 60 Prozent Dezentralisierung und 40 Prozent Zentralisierung, sondern ein zu 100 Prozent dezentrales System muss mit einem zu 100 Prozent zentralen System zusammenarbeiten, wobei jedes System die Nachteile des jeweils anderen Systems ausmerzt.

In dem aktuellen Podcast Deshalb liegen die Facebook-Coin Kritiker falsch beschäftigt sich Hosp mit dem facebook-Projekt Libra.

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Libra/Calibra: Facebook Is Building A Central Bank

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Calibra – ein ziemliches Kaliber: Endspiel für die Banken- und Medienindustrie

Von Ralf Keuper

Vor gut anderthalb Jahren wurde auf diesem Blog in den Beiträgen Scheitern Facebook, Google & Co. am Datenschutz? und Am 28. Januar ist Data Protection Day: Quo vadis Digitales Geschäftsmodell? auf den Strategiewechsel von Google und Facebook in Sachen Datenschutz und Privacy hingewiesen. Inzwischen hat uns die Realität eingeholt, wie Facebook mit seiner Digital Wallet Calibra unter Beweis stellt. Facebook macht ernst, und disrupted sich selbst.

Über Calibra:

Was ist Calibra? Calibra wurde als digitales Wallet konzipiert, das als Depot dient und in dem die digitale Währung Libra gespeichert wird. Die Nutzung der Währung erfolgt ebenfalls über das Wallet. Calibra ist auf den Plattformen von Facebook verfügbar – anfangs auf WhatsApp und im Messenger – und wird als eigenständige App unter iOS und Android bereitgestellt.

Großen Wert legt man auf den Verbraucher- und Datenschutz. Selbst Facebook soll von den Daten nicht profitieren:

Abgesehen von einigen wenigen Fällen teilt Calibra ohne Einwilligung des Kunden keine Kontoinformationen oder Finanzdaten mit Facebook, Inc. oder irgendeinem Dritten. Die Kontoinformationen und Finanzdaten 
der Kunden von Calibra werden beispielsweise nicht verwendet, um das Anzeigen-Targeting in der Produktfamilie von Facebook, Inc. zu verbessern. Die wenigen Fälle, in denen diese Daten geteilt werden könnten, ergeben sich aus der Notwendigkeit, dass wir für die Sicherheit der Nutzer sorgen, gesetzliche Vorschriften einhalten und den Nutzern von Calibra gewisse Grundfunktionen bereitstellen müssen. 

Zum Thema Compliance / Identifizierung:

Calibra ergreift die folgenden Schritte, um die Einhaltung der AML-/CFT-Anforderungen und Best Practices zu gewährleisten, wenn es darum geht, Calibra-Kunden zu identifizieren (Anforderungen zur Kundenidentität, Know Your Customer, KYC):

Identitätsprüfung (dokumentarischer und nicht dokumentarischer Nachweis). 

Anwendung von Due Diligence für Kunden unter Berücksichtigung ihres Risikoprofils.

Anwendung modernster Technologien wie des maschinellen Lernens, um das KYC- und AML-/CFT-Programm zu verbessern.◦

Meldung verdächtiger Aktivitäten bei den zuständigen Rechtsbehörden.

Über Beziehung zwischen Calibra, Libra und Facebook:

Facebook hat Calibra, ein reguliertes Tochterunternehmen, gegründet, 
um die Trennung zwischen sozialen und finanziellen Daten zu gewährleisten. Außerdem wird Calibra im Namen von Facebook Dienstleistungen im Libra-Netzwerk aufbauen und betreiben. Sobald das Libra-Netzwerk gestartet ist, werden Facebook und seine verbundenen Unternehmen dieselben Pflichten, Privilegien und finanziellen Verpflichtungen wie alle anderen Gründungsmitglieder haben. Als ein Mitglied unter vielen wird Facebooks Rolle in der Steuerung der Association dieselbe sein wie die der anderen Mitglieder.

Die Nutzer sollen im Libra-Ökosystem die Möglichkeit haben, sich pseudonym zu bewegen. Sie können sich mehrere Pseudo-Identiätten zulegen. Die Transaktionen enthalten keine Verbindung zur Identität der Nutzer in der realen Welt, wie in Facebook will eine digitale Weltwährung etablieren zu erfahren ist. Auch Apple bietet mit seinem neuen Service Sign in with Apple den Nutzern die Möglichkeit, Wegwerf- bzw. Einmal-Mailadressen zu verwenden.

Sollte das Ökosystem aus Libra, Calibra und Facebook Erfolg haben, dann sieht es für die Banken- und Medienindustrie richtig düster aus. Ihnen wird das Geschäftsmodell unter ihrem Hintern weggezogen, ohne dass sich noch große Möglichkeiten hätten, das Unheil abzuwenden. Der Verschmelzung Digitaler Identitäten, Payments und sozialen Netzwerken haben Banken und Medienunternehmen nicht mehr viel entgegenzusetzen. Das Thema Datenschutz und Sicherheit, eines der letzten Differenzierungsmerkmale der Banken, haben nun ausgerechnet Facebook und Apple für sich reklamiert. Sie sind dabei den Webfehler des Internets, den fehlenden Identity Layer, zu beheben und den Layer unter ihre indirekte Kontrolle zu bringen. Facebook schreckt dabei nicht mal davor zurück, mit der Blockchain-Technologien einen Ansatz zu wählen, der sich – zumindest auf den ersten Blick – diametral zum eigenen Geschäftsmodell verhält. Es ist davon auszugehen, dass Google schon bald dem Beispiel von Facebook und Apple folgen wird, zumal Tim Cook den Druck auf seine Mitbewerber zuletzt deutlich erhöht hat (Vgl. dazu: Tim Cook attackiert Tech-Firmen als “Chaosfabrik”).

Datenschutz und Privatheit werden auf einmal zum Verkaufsargument. Währenddessen sind Deutschland und Europa dabei, auch hier, einer ihrer letzten Domänen, den Anschluss ausgerechnet an die Datenkraken aus dem Silicon Valley zu verlieren. Wenn jetzt noch das Internet der Dinge und Industrie 4.0 in den Sog von Facebook, Apple & Co geraten, wovon man ausgehen darf, dann wird es richtig eng – und zwar für die Industrie. Die Banken und Medienunternehmen sind nicht mehr zu retten, wohl aber noch das Herzstück der deutschen und europäischen Wirtschaft. Aber auch hier bleibt nicht mehr viel Zeit.

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Digitale Identitäten im Gesundheitssektor

Von Ralf Keuper

Dass digitale Identitäten für den Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen unabdingbar sind, dürfte kaum noch strittig sein. Bei der Frage, wie dieser Zugang hergestellt und gesichert werden soll, gehen die Meinungen dagegen schnell auseinander. Im Gesundheitssektor wäre hier die Diskussion um die Gesundheitskarte bzw. die Patientenakte zu nennen (Vgl. Die digitale Patientenakte kommt – bloß wann?).

Virtuelle eGK

Das Bundesgesundheitsministerium hat vor einigen Monaten ein Forschungsprojekt für eine virtuelle Gesundheitskarte aufgelegt (Vgl. dazu: Öffentliche Bekanntmachung des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) Konzeptionierung und modellhafte Demonstration einer virtuellen elektronischen Gesundheitskarte)

Eine virtuelle eGK soll es den Versicherten ermöglichen, eine sichere Kommunikation auch ohne den Einsatz einer physischen eGK durchzuführen. Diese virtuelle Variante der eGK soll der
Nutzerin/dem Nutzer auf diesem Weg das Schlüsselmaterial der eigentlichen eGK zur Verfügung stellen, auch ohne diese direkt zu nutzen. Auf diese Weise müssen Nutzerinnen und Nutzer sich nur
einmal gegenüber einem mobilen Endgerät mit ihrer eGK und PIN identifizieren und können für einen bestimmten Zeitraum oder auch komplett auf die physische eGK verzichten. Auf diese Weise können Anwendungsfälle mit substanziellem und ggf. hohem Schutzniveau (gemäß der eIDAS-VO) mittels der virtuellen eGK auf dem mobilen Endgerät genutzt werden. Außerhalb des
Gesundheitswesens haben sich ähnliche Verfahren bereits bei der AusweisApp (neuer Personalausweis) bzw. im Zahlungsverkehr etabliert.

Vorbild Estland

Wie so oft, richten sie die Blicke in Sachen Digitalisierung im E-Government auch hier nach Estland. In einem Interview erläutert, Mari Aru, Wirtschafts- und Handelsdiplomatin der Botschaft von Estland in Berlin, die Vorzüge des estischen Modells:

Da die digitale Verwaltung für die Esten selbstverständlich ist, zeigen die Esten auch eine hohe Zustimmung für die digitale Gesundheit. Unser System beruht auf einigen Grundsteinen wie der sicheren elektronischen Identität für alle oder auch diversen digitalen Registern und Datenbanken, die untereinander sicher verbunden sind und miteinander kommunizieren können. Im Gesundheitsbereich gibt es eine elektronische Krankenakte mit einer Bilderdatenbank, in der zum Beispiel alle Röntgenaufnahmen zu finden sind. Die estnischen Ärzte verschreiben digitale Rezepte, das heißt, dass die Information über verordnete Arzneimittel auf elektronischem Wege vom Arzt in die Apotheke geht und kein Papier mehr benötigt wird. Darüber hinaus gibt es ein e-Krankenwagen-System, sodass die lebenswichtigen Patientendaten aus dem Krankenwagen direkt online zum Krankenhaus übermittelt werden. Diese Systeme sind zeitsparend und unter bestimmten Umständen auch lebensrettend.

Länder wie Botswana, Thailand, Korea und Indien sind den Esten dicht auf den Fersen (Vgl. dazu: The Role of Digital Identi cation for Healthcare: The Emerging Use Cases ).

Einige Projekte

Vor einiger Zeit hat die Bertelsmann Stiftung ihre Überlegungen zur Ausgestaltung elektronischer Patientenakten in dem Beitrag Access granted: So lassen sich Zugriffs-Berechtigungen in Elektronischen Patientenakten flexibel und individuell regeln vorgestellt (Vgl. dazu: Der digitale Patient: Zugriffsberechtigungen für elektronische Patientenakten). In dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Forschung geförderten Projekt Guided AL hat die Scheer GmbH eine sichere Gesundheitsplattform für die Assekuranz entwickelt (Vgl. dazu: Sichere Gesundheitplattformen für die Assekuranz (Guided AL)). Hervorzuheben in dem Zusammenhang ist der Medical Dataspace.

Schwieriger Übergang von Hardware zur Software

Wie u.a. die von diesem Blog in Kooperation mit Bankstil durchgeführte Studie Identity-Ökosysteme in Deutschland zeigt, ist hierzulande die Smartcard im Gesundheitssektor das bevorzugte Medium, also Hardware – sichtbar in dem Identity-Ökosystem in und um Kiel wie mit der Ingenico Healthcare eID und der ehemaligen Orga Card. Die Virtualisierung, der Übergang der physischen Karte auf mobile Endgeräte, gestaltet sich dagegen schwierig. Es gibt nur wenige Identifizierungsanbieter im Gesundheitssektor, die Hardware und Software zusammen betrachten, wie Identos.

Gesundheits-Banken

Welche Rolle könnten selbstverwaltete Digitale Identitäten auf Blockchain-Basis übernehmen? Der Nutzer könnte selber bestimmten, welche Gesundheitsinformationen er Dritten für welche Zwecke und für welche Dauer er zur Verfügung stellt (Vgl. dazu: Self Sovereign Identity in Healthcare with Dr Manreet Nijjar from truu.id). Oder benötigen wir darauf spezialisierte Institutionen wie die Healthbank in der Schweiz?

Die Verbindung zum Banking ist naheliegend. Seit einiger Zeit kursiert die Idee einer Biometrischen-Bank (Vgl. dazu: Eine Bank für “nackte Kunden”. Einer der Akteure ist Dermalog. Wie verhalten sich Healthcare und das IoT zueinander? (Vgl. dazu: IoT in Healthcare: Are We Witnessing a New Revolution?). Wie kann sichergestellt werden, dass Geräte, welche auf die ID und die Gesundheitsdaten des Patienten zugreifen dazu berechtigt sind? Hier kommen sichere Digitale Identitäten für Maschinen und Geräte ins Spiel. Damit zeigt sich, dass Healthcare nicht isoliert betrachtet werden sollte.

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Mit Automatisierung das Maximum aus dem Internet der Dinge holen

Nicht die Technologie, sondern den höchstmöglichen Wert aus der Datenflut zu schöpfen, ist die unternehmerische Herausforderung

Von Neil Barton, CTO WhereScape

Die Analysten von Juniper Research vermuten, dass die Gesamtzahl der an das IoT angeschlossenen Sensoren und Geräte bis 2022 auf über 50 Milliarden ansteigen werde. Momentan liegt diese nach Juniper bei geschätzten 21 Milliarden. Die Zahl der Unternehmen, die zukünftig in IoT-Technologien investieren wollen, wird aufgrund des technologischen Fortschritts, der ständig kleinere, kostengünstigere und effektivere Sensoren hervorbringt, weiter schnell wachsen. Die Herausforderung liegt heute nicht mehr bei der Umsetzung der Technologie, sondern in dem Mehrwert, den Unternehmen aus den gesammelten Daten schöpfen können. IT-Teams, die neue IoT-Lösungen einsetzen und diesen Mehrwert liefern müssen, den die Unternehmen für ihre Investitionen erwarten, stehen sich jedoch mit mehreren Hindernissen bei der Erfüllung dieser Aufgabe gegenüber. Die gewünschten Werte zu gewinnen, indem man Einblicke aus Daten schnell und einfach für das Unternehmen zugänglich macht, war schon immer schwierig. Das Hinzufügen weiterer Daten, Datenquellen, Datentypen und Streaming-Daten zum bestehenden Datenmix kann dies mit den vorhandenen Methoden der Datenverarbeitung, -speicherung und -analyse nahezu unmöglich machen. Um das Beste aus ihren Investitionen in das IoT herauszuholen, müssen Unternehmen notwendige Taktiken innerhalb ihrer Strategie aufeinander abstimmen.

Automatisierung
Aufgrund der vielen vernetzen Geräte und der daraus resultierenden Datenmengen ist die Automatisierung die einzige realistische Lösung, um mit den enormen Mengen an IoT-Daten fertig zu werden. Automatisierung hilft Unternehmen aus den IoT-Rohdaten, wertvolle Daten und abgeleitete Erkenntnisse in Echtzeit zu empfangen, zu bearbeiten und zur Nutzung bereitzustellen. Sie kann sicherstellen, dass IT-Teams auch astronomische Datenvolumen verwalten können und in der Lage sind, Erkenntnisse so zu liefern, dass ein Unternehmen sie nutzen und daraus Wert schöpfen kann. Die Automatisierung reduziert den Bedarf an menschlicher Interaktion, da die manuelle Programmierung und die wiederkehrenden, zeitaufwändigen Anforderungen von Dateninfrastrukturprojekten entfallen. Dies hat mehrere entscheidende Vorteile: Erkenntnisse aus den Daten lassen sich in wesentlich kürzerer Zeit zu niedrigeren Kosten bei deutlich verbesserter Qualität und Zuverlässigkeit der Ergebnisse liefern. Darüber hinaus erlaubt es den zuständigen Mitarbeitern, sich auf die eher strategischen Inhalte ihrer Arbeit zu konzentrieren.

Aber es reicht nicht aus, nur die Verarbeitung der Daten zu automatisieren. Der einzige Weg, Daten effizient zu verarbeiten, ist das Data-Streaming vor Ort. Und zwar sobald sie erstellt werden, und nicht zu einem späteren Zeitpunkt. Ein Beispiel eines Transportunternehmens veranschaulicht, warum es wichtig ist, Live-Data-Streaming einzusetzen, um Echtzeit-Analysen nutzen zu können:

Man stelle sich ein Busunternehmen vor, das jeden Tag Hunderte von Bussen auf der Straße hat. Das Unternehmen möchte so zeitnah wie möglich verstehen, wie seine Busflotte läuft, um die Effizienz des Dienstes insgesamt zu maximieren. Mit den von On-Board-Sensoren erfassten IoT-Daten kann das Busunternehmen diese Daten in Echtzeit im Feld analysieren und so Probleme sofort diagnostizieren. In der Vergangenheit wurden die Daten am Ende des Arbeitstages von den Bordsensoren heruntergeladen. Dies war problematisch, da ja ein Bus bereits einen ganzen Tag ausgefallen sein oder aus anderen Gründen hinter seinem Zeitplan zurückgeblieben sein könnte. So gab es einen ganzen Tag lang keine Möglichkeit, Daten zu nutzen, um spätere Probleme zu vermeiden. Bei Streaming-Daten könnte das Problem jedoch von Sensoreinheiten in Echtzeit erfasst und dann Maßnahmen ergriffen werden. Zum Beispiel, wenn ein Bus ausfallgefährdet ist. Durch die Verarbeitung der Daten in Echtzeit könnte das Busunternehmen sofort erkennen, ob die Bremsbeläge dünner wurden, und dann die mechanische Abteilung benachrichtigen, sie zu ersetzen, bevor der Bus ausfallen könnte.

Vom IoT erzeugte Datentypen
Hunderte Sensoren in Bussen, Tausende von Sensoren in einem modernen Verkehrsflugzeug, Videoüberwachungskameras, Maschinen in einer Fabrik – es gibt eine enorme Vermengung verschiedenster Datenquellen und Formate, die allesamt von IoT-Geräten stammen. Ein Teil davon sind traditionelle, strukturierte Daten, aber es gibt eine rasant wachsende Menge  halb- und unstrukturierten Daten, die bestenfalls in Echtzeit verarbeitet werden müssen. Aber bevor all diese Informationen in verwertbare Erkenntnisse umgewandelt werden können, müssen sie gesammelt und in eine handhabbare Form gebracht werden. Eine Aufgabe viel zu komplex, als dass sie von Menschen durchgeführt werden könnte – die Automatisierung ist der einzige Weg, der dies effizient ermöglicht.

Indem komplette Datenströme genutzt werden, lässt sich deren Wert teilweise steigern. Diese Datensätze sind vollständig speicherbar und können später analysiert werden, um daraus etwa Trends abzulesen. Generell ist es vorteilhafter, alle Daten während der Aufnahme zu filtern und zu bearbeiten. Um genau zu verstehen, was mit den verschiedenen IoT-Datenströmen zu tun ist, müssen Unternehmen einen genauen Informationsfluss aufbauen, der einen Gesamtüberblick darüber vermittelt, welche Bedeutung kritische, zeitsensible Informationen haben können. Gleichzeitig müssen Unternehmen sicherstellen, dass sie die richtigen historischen Informationen speichern, die dabei helfen,  künftige Entwicklungen zu erkennen.

Eine Data-Lake-Architektur kann als Speicherort nützlich sein, um die gesamte Menge an strukturierten, halbstrukturierten und unstrukturierten Daten in ihrem ursprünglichen Format abzulegen. Allerdings braucht es in diesem Fall wiederum Automatisierungstools, um die Daten aus einem Konglomerat von Einsen und Nullen in wertvolle Erkenntnisse zu verwandeln.

Die Auswirkungen des IoT auf die Datenspeicherung
Geht es um die Infrastruktur von IoT-Umgebungen, ist die erste Reaktion auf den enormen Datenzuwachs meist: viel mehr Datenspeicher kaufen. Da das Wachstum der IoT-Daten jedoch exponentiell ist, ist dies eine kostspielige und kurzfristige Strategie. Stattdessen müssen Unternehmen darüber nachdenken, wie sie die Daten während des Prozesses ihrer Speicherung transformieren – und damit reduzieren. Die Datenanalyse in Echtzeit bedeutet, dass Unternehmen kondensierte Daten und nicht riesige Transaktionstabellen für zukünftige Analysen speichern können. Dies spart nicht nur Speicherkosten, sondern beschleunigt auch zukünftiges Reporting und verbessert die Qualität und Zuverlässigkeit der Erkenntnisse. Es geht darum, herauszufinden, was wertvoll ist und was nicht. Oft ist es sinnvoll, die Rohdaten für einen gewissen Zeitraum zu speichern, um neue Workloads zu testen. Hierfür kann Cloud-Storage eine kostengünstige kurzfristige Option als Teil einer Data-Lake-Infrastruktur sein. Es wird aber auch hier entscheidend sein, Automatisierung einzusetzen, um diese Informationen zu organisieren, die Schemata zu verwalten und die Daten im effektivsten Format analysieren, abfragen und durchsuchen zu können.

Mit Automatisierung  kann man das Maximum aus dem Internet der Dinge (IoT) holen: Alle kritischen Teile des IoTs, wie Automatisierung, Streaming-Daten und Speicherung müssen aufeinander abgestimmt sein.

Der IoT-Markt wächst weiter
Sensoren für jeden erdenklichen Zweck sind mittlerweile erschwinglich. Der wirtschaftliche Wert des Marktes wird bis 2025 voraussichtlich 11,1 Milliarden US-Dollar erreichen. IoT-Umgebungen nutzen längst nicht mehr nur große Unternehmen mit entsprechenden Budgets. Auch viele kleinere Unternehmen suchen nach Möglichkeiten, ihr Geschäft auf Grundlage von IoT-Informationen voranzutreiben. Neben Sensoren und Anwendungen stehen auch ausgereifte Automatisierungstools zur Verfügung, um die Time-to-Value zu verkürzen und damit sofortige Auswirkung für das Geschäft zu erzielen. Der nächste Schritt für viele Unternehmen, den Wert ihrer Daten zu verwalten und zu steigern, wird die Implementierung von künstlicher Intelligenz, Deep Learning und Machine Learning sein. Dann geht es nicht mehr darum, sich die Technologie leisten zu wollen oder nicht, sondern dann wird die Kreativität der Unternehmen gefragt sein, inwiefern sich die gewonnenen Erkenntnisse wertschöpfend anwenden lassen.

Fazit
Unabhängig von ihrer Größe, sind für die meisten Unternehmen Daten eines der wertvollsten Güter. Denn damit lässt sich ein geschäftlicher Vorsprung gegenüber den Mitbewerbern erzielen. Sensoren für IoT-Anwendungen sind kostengünstiger geworden und können Unternehmen mit allen möglichen Daten versorgen. Aber die Investition in das IoT wäre sinnlos, wenn das Unternehmen nicht in der Lage wäre, daraus nutzbringende Erkenntnisse und Werte für sein Geschäftsfortkommen zu gewinnen. Um das Potenzial ihrer Investitionen zu maximieren, müssen Unternehmen einige wichtige Teile ihrer IoT-Strategie anpassen. Automatisierungswerkzeuge sind absolut kritisch, da sie das riesige Datenvolumen einer Vielzahl von Daten in der Phase ihrer Entstehung verarbeiten können. Sie verarbeiten die riesigen Rohdatenmengen automatisch zu kleineren, aber besser nutzbaren Erkenntnissen im richtigen Format, ohne manuelle Eingriffe durch IT-Mitarbeiter. In welcher Phase der IoT-Implementierung ein Unternehmen auch sein mag, die Automatisierung muss ein entscheidender Bestandteil sein, um seine Investition zum Erfolg zu führen.

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Smarte Regulierung von digitalen Plattformen

Globalisierung, demografischer Wandel sowie handelspolitische Konflikte verstärken den Wettbewerbsdruck auf Unternehmen und machen der Gesellschaft die Notwendigkeit der digitalen Transformation zunehmend deutlich. Digitale Plattformen spielen dabei eine zentrale Rolle als Schnittstellen in allen Märkten und Branchen: Digitale Produkte, Dienstleistungen und (industrielle) Produktion wachsen zusammen und werden über sogenannte Intermediäre (technisch durch Plattformen) zugänglich gemacht. Diese Intermediäre, z.B. Marktplätze, gab es in verschiedenen Formen auch in der Vergangenheit, doch seit einigen Jahren entstehen neue, vollkommen ortsungebundene Marktformen mit enormen Skalierungspotentialen, großen Mehrwerten für ihre Teilnehmer, mehr Transparenz über das Marktangebot, bessere Auswahlmöglichkeiten, mehr Zugängen zu Kunden und insgesamt geringeren Such- und Transaktionskosten. Es entstehen innovative Geschäftsmodelle und zusätzliche volkswirtschaftliche Wertschöpfung. Dies bedeutet große wirtschaftliche Chancen für Deutschland und Europa. Gleichzeitig wirft der Aufstieg der Plattformökonomie neue Fragen auf – insbesondere im Bereich der Regulierung.

Deutschland kann zu einem der großen Gewinner der Plattformökonomie werden – im Bereich digitaler Plattformen für die Industrie zählt es bereits heute zu den führenden Anbietern weltweit. Um dieses Potenzial zu nutzen und auf andere Bereiche auszudehnen, bedarf es aus Sicht des Bitkom zwei zentralen Faktoren: eine innovationsoffene Haltung und Unterstützung der Politik, sowie einen angemessenen regulativen Rahmen – also eine smarten Regulierung, die Innovation im wirtschaftlichen Zusammenspiel ermöglicht und dabei konkrete Gefahren identifiziert und bannt. Bitkom möchte mit diesem Papier einen Beitrag zu diesem hochaktuellen Diskurs leisten, sowie die Grundlage für den weiteren Dialog mit Politik und Regulierungsbehörden bieten, um gemeinsam Lösungen zu erarbeiten. Gedanklicher Ausgangspunkt des Papieres ist die Überzeugung, dass die Plattformökonomie, bei allen Umwälzungen und Herausforderungen und damit auch berechtigter Kritik, die sie zweifelsohne mit sich bringt, eine große Chance darstellt. Die Entfaltung der Plattformökonomie wird gelingen, wenn an den richtigen Stellen effektive und effizient Instrumente zur Verfügung stehen, um etwaige Marktunvollkommenheiten auszugleichen. …

Quelle / Link: Smarte Regulierung von digitalen Plattformen

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Datenökonomie

Daten sind heute ein wichtiges Wirtschaftsgut; manche bezeichnen sie gar als “Öl des 21. Jahrhunderts”. Die vielfältigen Möglichkeiten, sie in digitaler Form massenhaft zu sammeln, zu verknüpfen, auszuwerten und weiterzuverarbeiten, eröffnen Perspektiven für neue Geschäftsmodelle und enorme Potenziale für wirtschaftliche Gewinnschöpfung. Davon zeugen nicht nur die Erfolgsgeschichten von “Internetgiganten” wie Google und Facebook, sondern auch die vielen “Disruptionsgeschichten” sogenannter Plattformunternehmen wie Uber, Airbnb oder Netflix, die in kürzester Zeit ganze Branchen umgekrempelt haben. Die Datenökonomie birgt aber auch weniger spektakuläre Beispiele für datengetriebene Innovation, etwa in der Logistik oder Landwirtschaft. 

Digitale Dienste erleichtern uns in vielerlei Hinsicht das tägliche Leben; überdies sind sie erschwinglich, häufig sogar “kostenlos”. Sie sind zu einer Art Infrastruktur geworden: Wer möchte noch auf Karten-, Wetter-, Chat- oder Video-Apps verzichten? Tatsächlich “zahlen” wir viele dieser Annehmlichkeiten aber mit unseren persönlichen Daten, die mit den Daten der anderen Userinnen und User einen Schatz bilden, den die entsprechenden Unternehmen höchst profitabel auszunutzen wissen. Angesichts dessen stellt sich die Frage, wem welche Daten “gehören” (sollten) – und ob Daten als immaterielle und unendlich vervielfältigbare Güter überhaupt eigentumsfähig sind. Wie ließe sich ihr Wert bestimmen? 

Neben diesen ökonomischen Aspekten gewinnen Fragen nach dem persönlichen Datenschutz, nach der Wahrung der Privatsphäre und letztlich der individuellen Selbstbestimmung an Dringlichkeit, zumal sich Datensammlungen auch politisch instrumentalisieren lassen. Die Europäische Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), die Ende Mai 2018 Geltung erlangte, war mit Blick auf personenbezogene Daten ein wichtiger Schritt. Um Datenverwertung und Datenschutz langfristig in Einklang zu bringen, bedarf es jedoch weiterer, international abgestimmter Schritte – sowie aufgeklärter Bürgerinnen und Bürger.Digitale Dienste erleichtern uns in vielerlei Hinsicht das tägliche Leben; sie sind zu einer Art Infrastruktur geworden. Tatsächlich zahlen wir viele dieser Annehmlichkeiten mit unseren persönlichen Daten, die Unternehmen höchst profitabel auszunutzen wissen. Angesichts dessen stellt sich die Frage, wem welche Daten “gehören” (sollten) – und ob Daten als immaterielle und unendlich vervielfältigbare Güter überhaupt eigentumsfähig sind. 

Neben ökonomischen Aspekten gewinnen Fragen nach dem persönlichen Datenschutz, nach der Wahrung der Privatsphäre und letztlich der individuellen Selbstbestimmung an Dringlichkeit, zumal sich Datensammlungen auch politisch instrumentalisieren lassen.

Quelle / Link:  by-nc-nd/3.0/ 
Autor: Johannes Piepenbrink für Aus Politik und Zeitgeschichte/bpb.de

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Digital Identity: A contest for control

With the rise of the internet and Web 2.0 in the last two decades, these digital identities have started to expand rapidly. Social media pro les, e-mail, and banking accounts are used on a daily basis and are considered a highly important extension of who we are.
Dashlane, a password management solution, prognoses that in 2020, the average number of accounts per Internet user will be 2071. It is a valid concern to question whether people will be able to remember and protect all of these. In addition to the exponential growth of this type of identity, we see that they are also used – and sometimes even required – to supplement physical identities (f.e. adding an e-mail address to civil identity).
Not only has the number and popularity of digital identities been growing, digital channels are also growing, and more and more transactions need a veri cation of identity.

Quelle / Link: Digital Identity: A contest for control

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Solving the Digital Identity Problem, Powered by Blockchain – Odyssey Hackathon 2019

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