The Power of Digital Identities

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Schottland fördert dezentrale digitale Identitäten

Von Ralf Keuper

Außerhalb von Deutschland wird derzeit eifrig das Potenzial selbstverwalteter Digitaler Identitäten erprobt bzw. in die Praxis umgesetzt. So auch in Schottland. Dort hat sich die Regierung zum Ziel gesetzt, eine der weltweite führenden digitalen Nationen zu werden. Dafür wurde Digital Scotland ins Leben gerufen. Ein wichtiger Baustein sind die bereits erwähnten selbstverwalteten Digitalen Identitäten (Vgl. dazu: Building a Scottish Digital Ecosystem with SSI : Self-Sovereign Identity).

Ein Beispiel für die vielfältigen Aktivitäten auf dem Gebiet ist das gemeinsam von Volunteer Scotland, der Universität Edinburgh und der Universität Northumbria durchgeführte open-End-Projekt Volunteering on the Ledger , The Inside Track on Blockchain. Workshop 1: Identity Management.

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Interview: IoT.nxt CEO Nico Steyn

Weitere Informationen:

IoT.nxt offers Secure Device DNA Identity Service & SIEM Connector

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Italien liebäugelt mit dezentralen Digitalen Identitäten auf Blockchain-Basis

Von Ralf Keuper

Italien setzt, ähnlich wie Katalonien und Schottland, auf dezentrale Digitale Identitäten auf Blockchain-Basis, wie u.a. aus Blockchain Tech to Help Manage Digital Identity in Italy hervorgeht. Schon heute verfügt das Land mit dem SPID-System über eine der fortschrittlichsten Lösungen für die digitale Identifizierung in Europa. Bereits im Dezember vergangenen Jahres berief die italienische Regierung 30 Experten, um eine nationale Blockchain-Strategie auszuarbeiten (Vgl. dazu: Italy Announces 30 Experts to Lead National Blockchain Strategy). Im Februar verabschiedete das italienische Parlament ein Gesetz, das u.a. den Gebrauch von Smart Contracts regelt (Vgl. dazu: Italien: Parlament billigt Gesetzesentwurf zur Definition von DLT und Blockchain). Im Bereich Identifizierung nähert sich die italienische Regierung in kleinen Schritten der Blockchain an. So jedenfalls der Befund von Aura Christina Torres in Service Design and Blockchain For Digital ID (online abrufbar). Die AGIG (Agenzia per L’Italia Digitale) war federführend bei dem Whitepaper Recommendations for Successful Adoption in Europe of Emerging Technical Standards on Distributed Ledger/Blockchain Technologies.

PwC Italy, Teil des Expertenrates der italienischen Regierung bei der Formulierung der nationalen Blockchain-Strategie, befürwortet jedenfalls den Einsatz selbstverwalteter digitaler Identitäten.

Insofern deutet einiges darauf hin, dass Italien den dezentralen Digitalen Identitäten den Vorzug vor anderen Varianten geben könnte.

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IT’S ME – Identity service provided by Banks, Telco’s and Government! Belgium at #MWC18:

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giropay statt X-Pay, Paydirekt, YES und Verimi

Von Ralf Keuper

Manchmal liegt das Gute so nah, und man sieht es trotzdem nicht. Diese Volksweisheit scheint auf das Irren und Wirren der deutschen Banken im online-Zahlungsverkehr zuzutreffen. Da wurde ein online-Bezahlverfahren, paydirekt, aus dem Boden gestampft, das nie die erhoffte Verbreitung fand, weshalb sich die Banken dazu entschlossen, einen neuen Anlauf, X-Pay, zu starten, ohne jedoch Alleingänge im Bereich Identifizierung, namens YES und Verimi, zu unterlassen. Dabei hätte man eigentlich nur ein bestehendes Verfahren, das alle nötige Zutaten enthielt, weiter ausbauen müssen – gemeint ist das online-Bezahlverfahren giropay.

Gegründet wurde die giropay GmbH seinerzeit von der Postbank ( mittlerweile Deutsche Bank), der Star Finanz (Sparkassen) der Fiducia und der GAD (beide Volksbanken). Derzeit nehmen 1.500 Banken und Sparkassen an giropay teil, die wiederum 85 Prozent des Privatkundenmarkts in Deutschland repräsentieren. In nächster Zeit sollen alle deutschen Banken an giropay angebunden werden.

Mit der giropay-ID verfügt giropay über ein weiteres wertvolles Asset, das gerade in der heutigen Zeit, mit Blick auf die Aktivitäten von Apple, Google, facebook und Microsoft bei der digitalen Identifizierung, den Ausschlag gibt.

Über giropay-ID werden kontobasierte Mehrwertlösungen angeboten. Mit der Online-Altersverifikation bietet giropay-ID eine KJM-konforme Volljährigkeitsprüfung an. Bei der Online-Kontoverifikation bestätigt die an giropay-ID teilnehmende Bank oder Sparkasse die Kontoverbindung gegenüber Händlern oder Dienstleistern. Unternehmen wie beispielsweise Lotto Bayern oder Toto Lotto Niedersachsen setzen giropay-ID im Registrierungsprozess für ihre Kunden ein.  Im Gegensatz zur Online-Überweisung mit giropay setzt die Verifikation mit giropay-ID eine explizite Teilnahme der Kundenbank voraus.

Bei giropay und giropay-ID kommuniziert der Kunde ausschließlich mit dem Online-Banking seiner Bank oder Sparkasse. Damit ist garantiert, dass sensible Daten (PIN/TAN) nur zwischen Kunde und Bank ausgetauscht werden. Kein Dritter hat Zugriff oder Einblick in persönliche Konto- und Umsatzinformationen.

Also zumindest in Teilen das, was die Sparkassen und Volksbanken, die Hauptanteilseigner von giropay, mit YES umsetzen wollen. Die Deutsche Bank/Postbank unterstützen dagegen Verimi. Verimi ist mittlerweile selbst als Zahlungsinstitut zugelassen (Vgl. dazu: VERIMI startet auch als Payment-Konkurrent zu Paydirekt).

Spätestens jetzt wird die Gemengelage für Außenstehende, evtl. aber auch für Insider, unübersichtlich und das eigentliche Dilemma tritt hervor: Die Zersplitterung der ohnehin schon – mit Blick auf Amazon, Google, Apple und facebook – überschaubaren Kräfte. Statt sich auf ein Verfahren für das Bezahlen und die Identifizierung im Netz zu einigen und die Aktivitäten dort zu bündeln, geht jede Gruppe für sich ihren eigenen Weg, in der Hoffnung, am Ende zu den Überlebenden zu gehören. Daneben beteiligt man sich, um auf Nummer sicher zu gehen, auch an gemeinsamen Initiativen, deren Realisierung in der Praxis man gerne externen Dienstleistern überlässt. Um das Maß voll zu machen, schicken die Volksbanken und Sparkassen, wie mit YES und giropay, ihre eigenen Verfahren gegeneinander ins Rennen.

Ein solches Vorgehen ist vielleicht dann opportun, wenn man den Markt beherrscht und sich die langwierige und kostenspielige Versuch-und-Irrtum-Phase erlauben kann. Dem ist aber schon lange nicht mehr so.

Zuerst erschienen auf Bankstil

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IoTeX (IOTX): Everything You Need To Know About The IoTeX Blockchain

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Der Euro und die digitalen Identitäten gehören auf die Blockchain

Von Ralf Keuper

Es sieht ganz so aus, als würde Europa auch den nächsten Entwicklungsschritt des Internet verpassen. Während Facebook mit Libra/Calibra ein globales Zahlungssystem plant, deren Kern die digitalen Identitäten der Nutzer bilden, und die chinesische Regierung im Gegenzug den Remninbi digitalisieren will, fällt Europa durch Zurückhaltung auf. Daneben hat eine der größten Kryptobörsen der Welt, Binance, angekündigt, eine Blockchain-Plattform für Stablecoins zur Marktreife zu bringen.

In Deutschland und Europa dagegen, so Philipp Sandner in Prioritäten für Europa und Deutschland: Der Euro muss auf die Blockchain — Identitäten ebenfalls herrscht auf diesem Gebiet weitgehend Stillstand.

Die digitalen Identitäten von Menschen, Organisationen und Geräten müssen geschützt werden und gehören wegen ihrer herausragenden Bedeutung für die Wirtschaft und Gesellschaft auf die Blockchain:

In Zukunft werden Gelder zwischen Menschen, Firmen und Maschinen transferiert werden. Wenn im Jahr 2025 mehr als 20 Milliarden Geräte mit dem Internet verbunden sein werden und ein Teil dieser Geräte beginnt, am Zahlungsverkehr teilzunehmen, wird nicht nur eine komplett neue (möglicherweise dezentrale) Zahlungsinfrastruktur erforderlich sein. Menschen, Organisationen und Maschinen müssen mit ihren Identitäten auf Blockchain-Systemen registriert sein. 

Weiterhin fordert Sandner, den Euro auf die Blockchain zu bringen. Sandner nennt einige europäische Startups, die bereits daran arbeiten, wie Finbc und Monerium. Im Bereich Identity of Things sind Spherity, weeve, das evan.network und orbiterchain zu nennen ebenso wie die International Data Space Association mit ihrem IDS-Conenctor.

Sollte es den USA und China gelingen, die globale Hoheit über die Digitalen Identitäten zu erlangen bzw. hier Standards zu schaffen und daneben noch eigene Kryptowährungen mit weltweiter Verbreitung zu etablieren, dann hat das irgendwann auch Auswirkungen auf die deutsche und europäische Wirtschaft und Gesellschaft. Die Bestrebungen im Bereich digitale Identifizierung, das kann nicht oft genug betont werden, machen vor dem B2B-Sektor gewiss nicht halt. Das Sozialkreditsystem Chinas, dem sich demnächst womöglich auch ausländische Unternehmen angliedern müssen, liefert nur einen Vorgeschmack.

An Initiativen, Ideen und Startups fehlt es nicht. Wohl aber an dem gemeinsamen Willen in Europa, auf die Herausforderungen im Bereich Blockchain, Identity, IoT/IIoT und Payments mit einer Lösung zu antworten, die der Bedeutung Europas als Lebens- und Wirtschaftsraum gerecht wird. Nicht alles, was aus den USA und China kommt, muss kopiert werden. Ob Libra ein Erfolg wird oder überhaupt an den Start geht, ist ungewiss. Die Pläne der chinesischen Regierung sind dagegen schon ernster zu nehmen, da China dafür bekannt ist, langfristig zu denken und zu agieren und die Pläne dann auch umzusetzen.

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Bedeutung von Identity-APIs nimmt zu

Von Ralf Keuper

In einer Welt, in der Menschen, Geräte und Unternehmen sich immer mehr vernetzen, ist es nötig, die Identitäten der Kommunikations- und Interaktionsteilnehmer festzustellen. Hierfür sind Identity-APIs von wachsender Bedeutung. Wie weit die Entwicklung auf diesem Gebiet bereits voran geschritten ist, zeigt u.a. der KuppingerCole Report Identity API Platforms.

Weitere Informationen, wenngleich nicht dieser detaillierten Form, liefert die Übersicht auf ProgrammableWeb.

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Katalonien demnächst mit eigener Dezentraler Digitaler Identität auf Blockchain-Basis

Von Ralf Keuper

Die Regierung von Katalonien hat, wie in Catalonia launches its own digital identity system based on blockchain zu erfahren ist, eine Ausschreibung für eine Lösung dezentraler Digitale Identitäten auf Blockchain-Basis namens IdentiCAT gestartet (Vgl. dazu: IdentiCAT: Die katalanische Regierung bietet den neuen Bürgerausweis im Internet für 550.000 Euro an Technologie). Die Lösung soll den Bürgern die Hoheit über ihre Digitale Identitäten geben. Die Regierung sieht sich lediglich in der Rolle des technology validators.

Die katalonische Hauptstadt Barcelona betreibt zusammen mit Amsterdam das DECODE-Projekt. Mit DECODE sollen die Bürger die Hoheit über ihre Daten und Digitalen Identitäten bekommen. Ob und inwieweit IdentiCAT und DECODE zusammenarbeiten, geht aus den Berichten nicht hervor.

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